Polizei plant Bürgerservice in der Bahnhofshalle
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Die Polizisten sollen künftig eine eigene Bürgerservice-Stelle am Hauptbahnhof erhalten.Foto: Murauer
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Von Thomas Hörmann
Innsbruck – Überraschendes Comeback am Innsbrucker Hauptbahnhof: Vor knapp acht Jahren wurde das Bahnhofs-Wachzimmer in der Adamgasse geschlossen, jetzt sucht die Polizeiführung Räumlichkeiten für eine Bürgerservice-Stelle: „Und zwar direkt in der Empfangshalle des Hauptbahnhofs“, bestätigt Landeskommandant Helmut Tomac die Gerüchte, die bereits seit einiger Zeit unter den Uniformierten die Runde machen.
Mit „Bürgerservice“ meint der Tiroler Polizeichef eine Polizeidienststelle, die zwar nicht rund um die Uhr, aber doch täglich zwischen sieben und 22 Uhr geöffnet sein soll. „Das wird keine eigene Polizeiinspektion sein, sondern als Außenstelle der Polizeiinspektion Saggen geführt werden“, geht Tomac ins Detail.
Als Standort für die Saggen-„Filiale“ kommt für die Führung eigentlich nur die Haupthalle des Bahnhofs in Frage. „Wir wollen dort präsent sein, wo die größte Besucherfrequenz ist.“
Wie Tomac weiters erläutert, „ist die Geschichte eigentlich schon ein alter Hut: Wir haben schon im Sommer Räumlichkeiten im Untergeschoß ins Auge gefasst und die Möglichkeiten ausgelotet.“ Allerdings machte das Arbeitsinspektorat der Polizeiführung einen Strich durch die Rechnung: „Es hieß, die vorgesehenen Räumlichkeiten seien nicht geeignet, weil kein Tageslicht vorhanden ist“, wundert sich Tomac: „Unser Einwand, dass auch in den vielen umliegenden Geschäften Leute arbeiten, zählte nicht. Es hieß, es sei ein Unterschied, ob es sich um öffentlich Bedienstete oder Privatangestellte handelt. Jetzt sind wir halt weiter auf der Suche.“
Nachsatz: „Ich versteh irgendwie nicht, warum eine Polizeidienststelle bei der Planung des Hauptbahnhofs nicht berücksichtigt wurde.“
Wie Tomac versichert, erhält das Projekt „Polizeibürgerservice am Hauptbahnhof“ Rückendeckung aus der Politik: „Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz- Plörer begrüßt die Initiative, auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat uns ihre Unterstützung zugesagt.“
Dass die Anzahl der vollwertigen Polizeiinspektionen in Innsbruck erhöht wird, schließt der Landeskommandant aus: „Wir haben die Situation evaluiert. Das Ergebnis war, dass die Inspektionen nicht mehr werden dürfen.“
Die ÖBB würden sich jedenfalls über die Polizei als neuen Mieter am Hauptbahnhof freuen. „Uns ist vor allem wichtig, dass die Exekutive dort präsent ist. Wenn die Polizei eine Bürgerservice-Stelle einrichten will, so ist uns das willkommen“, sagt René Zumtobel, Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen.



