Längenfeld baut mit Auswärtigen
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Bauausschuss-Obfrau Helene Falkner hätte die anstehenden Bauaufträge nur zu gern bei Ötztaler Unternehmen gesehen.Foto: Stecher
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Von Bernhard Stecher
Längenfeld – In der einwohnerstärksten Gemeinde des Ötztales wird heuer im Auftrag der Gemeinde so einiges gebaut. Allerdings profitieren davon nicht unbedingt die örtlichen Unternehmer.
Wie etwa bei der Vergabe der Arbeiten an der Erweiterung und Sanierung der Abwasserreinigungsanlage. Für die dortigen Baumeisterarbeiten langten neun Angebote ein, das billigste zu einem Preis von 1.579.000 Euro. Das nächstbeste lag gerade einmal 200 Euro darüber, das dritte um 15.000 Euro, was angesichts des Auftragsvolumens auch keine übermäßig große Spanne darstellt. Die Crux bei der Sache: Sowohl der Zweit- als auch der Drittbieter wären aus dem Ötztal gekommen, aufgrund der Tatsache, dass es sich hierbei um eine öffentliche Ausschreibung handelt, musste der Auftrag an den Bestbieter, eine Unterländer Baufirma, vergeben werden.
Ein wenig anders, wenn auch mit den gleichen Auswirkungen, stellt sich die Situation beim Umbau des Gemeindesaales dar. Bauausschuss-Obfrau Helene Falkner: „Wir haben natürlich auch dazu die heimischen Unternehmer eingeladen. Allerdings waren bei denen entweder die Kapazitäten nicht vorhanden, war die Ausschreibung zu kurzfristig oder bestand überhaupt kein Interesse.“ Insofern kamen auch hier mehrheitlich auswärtige Firmen zum Zug.
Kosten ersparen will sich Längenfeld im Hinblick auf die Mehrwertsteuer. Nachdem die Gemeinde nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist, sollen daher für den Umbau des Gemeindesaales und die Errichtung des Grieser Feuerwehrhauses zwei Kommanditgesellschaften gegründet werden. Diese treten in weiterer Folge offiziell als Bauherren auf, die fertig gestellten Objekte werden anschließend an die Gemeinde verpachtet.
„20 Prozent ersparen wir uns zwar nicht ganz“, rechnet Bürgermeister Ralf Schonger vor, nach Abzug der Auslagen für die Gründung der KGs würden rund 17 Prozent übrig bleiben.“
Auch eine zum Bau des Feuerwehrhauses benötigte Teilfläche der Grieser Agrargemeinschaft soll in das neue Konstrukt übernommen werden.



