Verwirrung um Parkgebühr beim Kellerjoch
Pill, Schwaz – Der neue Parkplatz „Grafenast“ beim Kellerjoch bietet 150 Stellplätze. Im Sommer haben die Gemeinden Schwaz und Pill eine Parkgebühr von vier Euro dafür festgelegt. Zur Kasse werden nur jene gebeten, die den Lift nicht benützen. „Es sind ja nur ganz wenige, die zahlen müssen“, erklärt der Geschäftsführer der Kellerjochbahn, Werner Kostenzer.
Doch anstatt der beschlossenen vier Euro hob der Liftbetreiber fünf von den Parkenden ein. „Es hat inzwischen eine Besprechung gegeben, Werner Kostenzer legte uns die Zahlen vor“, erklärt der Bürgermeister von Pill, Hannes Fender, im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. In der jüngsten Gemeinderatssitzung kamen die unterschiedlichen Gebühren zur Sprache. Die Gemeinden hätten nicht „so das Problem mit den fünf Euro, aber mit seiner Vorgehensweise“, kritisiert Fender und ergänzt: „Es kann nicht sein, dass wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden.“
Der Parkplatz kostete die Kellerjochbahn und die Gemeinden 290.000 Euro. Der Löwenanteil kam vom Konto der Schwazer. Die Liftgesellschaft muss die Pacht an die Grundbesitzer für den Parkplatz bezahlen, auch die Kosten der Schneeräumung entfallen auf die von Kostenzer geführte Gesellschaft. „Der Parkplatz kostet 15.000 Euro Pacht, 2000 Euro haben wir bisher eingenommen“, begründet Kostenzer die erhöhte Parkgebühr. Laut Fender haben die Piller wie die Schwazer Verständnis, dass zumindest die Pachtgebühr abgedeckt werden müsse. (saku)



