Töchterle und Lochs vor Einigung, Land für Fusion
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Minister Töchterle spricht von einem Durchbruch bei den Finanzverhandlungen mit der Med-Uni.Foto: Parigger
Foto: Robert Parigger
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Von Peter Nindler
Innsbruck – Bei der heutigen Betriebsversammlung werden die 240 Bundesärzte an der Innsbrucker Klinik wohl einiges zu sagen haben. Weil der Medizinischen Universität für das heurige Budget rund 5,5 Millionen Euro fehlen, haben die Führungsgremien der Universität die Streichung der Nacht- und Bereitschaftsdienste beschlossen, sollte nicht noch im Februar das Budgetminus ausfinanziert werden. In den vergangenen Tagen gab es dazu hektische Gespräche, am Wochenende verhandelten LH Günther Platter und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Platter verlangte gestern rasch eine Lösung, die dürfte am Abend dann auch erzielt worden sein.
„Ich habe heute mit Rektor Lochs gesprochen, wir sind auf einem sehr guten Weg. Wir warten im Ministerium nun noch auf finale Unterlagen und werden nach unserem Gespräch nächsten Dienstag eine Lösung präsentieren“, erklärte Minister Töchterle gegenüber der TT. Möglicherweise wird der Zinsgewinn der auf einem Treuhandkonto veranlagten 64 Millionen Euro aus dem Klinischen Mehraufwand, der nicht an das Land überwiesen wurde, zur teilweisen Abdeckung herangezogen. Das Land will laut Platter nicht in die Bresche springen, „weil wir ja noch rund 100 Mio. Euro vom Bund erhalten“. Er wünscht sich auch neue Uniräte, die einen örtlichen Bezug zu Innsbruck hätten.
Die Probleme an der Medizinischen Universität führten am Dienstag auch zu einem spontanen Beschluss der Tiroler Landesregierung: Sie fordert die Wiedervereinigung der Stammuniversität mit der Medizin-Uni und damit eine Änderung des Universitätsgesetzes. Platter spricht von einer Rückenstärkung für Töchterle, LHStv. Hannes Gschwentner (SP) betonte, dass sich die Trennung als Fehler erwiesen habe, den man jetzt korrigieren müsse. „Daraus ergeben sich auch wirtschaftliche Vorteile für beide Universitäten.“
Der Landtag will mit einer Entschließung ebenfalls die Zusammenführung forcieren. Der grüne Klubchef LA Georg Willi wird einen Antrag dazu einbringen, „weil die Trennung ein ÖVP-Flop gewesen und seinerzeit gegen den Willen des Landes Tirol erfolgt ist“. SPÖ-Gesundheitssprecherin LA Gabi Schiessling forderte gestern, dass die Medizin-Uni unter Finanzaufsicht des Ministeriums gestellt wird.



