„Ich werde den schwarzen Mann töten!“ - Prozess nach Messerattacke
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Am Mittwoch wird der Prozess gegen einen 48-jährigen Portugiesen fortgesetzt. Er ist wegen Mordversuchs angeklagt.
Foto: Shutterstock (Symbolfoto)
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Von Reinhard Fellner
Innsbruck – Auf den morgigen Mittwoch vertagt wurde am 20. Oktober am Innsbrucker Landesgericht der Prozess gegen einen 48-jährigen Portugiesen nach einer Attacke mit einem Küchenmesser auf einen Landsmann. Zum Verhandlungstermin sollen laut Richter Günther Böhler weitere Zeugen geladen worden sein. Das Opfer gab vor dem Vertagungsbeschluss als Zeuge an, der Angeklagte habe vor der Tat gesagt: „Ich werde den schwarzen Mann töten“. Er habe den Beschuldigten jedenfalls zuvor nicht attackiert, beteuerte der 35-Jährige.
Bei einem Schuldspruch droht dem Portugiesen eine bis zu 20-jährige oder lebenslange Haftstrafe. Der Beschuldigte behauptete zu Prozessbeginn, aus Notwehr gehandelt zu haben. Das Opfer habe zuerst mit einer Weinflasche auf ihn eingeschlagen, ihn gewürgt und gedroht: „Ich töte dich“. Der Portugiese hatte dem Mann mit einem Küchenmesser massive Verletzungen in der Brust sowie am rechten und linken Oberschenkel zugefügt. Sein Landsmann habe ihm kurze Zeit vor der Tat bei einer Feier mehrerer Portugiesen in einem Gasthaus in Hatting „grundlos“ eine Ohrfeige verpasst, meinte der angeklagte Eisenbieger.
Als er später in seine Unterkunft gehen habe wollen, habe ihn der 35-Jährige am Ende eine Stiegenaufgangs aufgehalten und gemeint: „Entweder du oder ich. Hier kommst du nicht mehr vorbei“. Bei der anschließenden tätlichen Auseinandersetzung habe er dann „öfter zugestochen“, gab der Beschuldigte zu. Dann habe er das Messer erst fallengelassen. Staatsanwalt Andreas Leo betonte vor Gericht, dass am Tatort keine Weinflasche und auch keine Glasscherben gefunden worden seien.
Der Angeklagte bestritt, bei der Feier die Tat schon angekündigt zu haben. Er habe auch nie rassistische Äußerungen von sich gegeben, beteuerte der Mann. Der Beschuldigte gab zudem an, von portugiesischen Landsleuten nach der Tat mit Fußtritten traktiert worden zu sein.
Der 48-Jährige stellte sich wenige Tage später in Salzburg der Polizei. Das Opfer musste notoperiert werden.
aktualisiert: Di, 07.02.2012 21:34



