Bundesärzte sprechen Rektorat Misstrauen aus - Sonderdienste gestrichen
![]()
Ab 1. April werden die Bundesärzte an der Innsbrucker Klinik keine Wochenend- und Bereitschaftsdienste mehr übernehmen.
Foto: TT / Thomas Boehm
|
||
Innsbruck – Bei der heutigen Betriebsversammlung hatten die 240 Bundesärzte an der Innsbrucker Klinik einiges zu sagen. Sie sprachen dem Rektorat der Medizinischen Universität und dem Uni-Rat generell das Misstrauen aus. Zudem wurde eine Finanzaufsicht des Ministeriums gefordert.
Weil der Medizinischen Universität für das heurige Budget rund 5,5 Millionen Euro fehlen, hatten die Führungsgremien der Universität die Streichung der Nacht- und Bereitschaftsdienste beschlossen, sollte nicht noch im Februar das Budgetminus ausfinanziert werden. In den vergangenen Tagen gab es dazu hektische Gespräche, am Wochenende verhandelten LH Günther Platter und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Die TT berichtete.
Verzicht auf Sonderdienste
In der Bundesärzte-Betriebsversammlung wurde am späten Mittwochnachmittag mit überwältigender Mehrheit beschlossen, dass ab 1. April keine Wochenend- und Bereitschaftsdienste mehr besetzt werden. Nähere Details lesen Sie morgen in Ihrer Tiroler Tageszeitung.
Die Probleme an der Medizinischen Universität führten am gestrigen Dienstag auch zu einem spontanen Beschluss der Tiroler Landesregierung: Sie fordert die Wiedervereinigung der Stammuniversität mit der Medizin-Uni und damit eine Änderung des Universitätsgesetzes. Platter spricht von einer Rückenstärkung für Töchterle, LHStv. Hannes Gschwentner (SP) betonte, dass sich die Trennung als Fehler erwiesen habe, den man jetzt korrigieren müsse. „Daraus ergeben sich auch wirtschaftliche Vorteile für beide Universitäten.“ Der Landtag will mit einer Entschließung ebenfalls die Zusammenführung forcieren. (pn)
aktualisiert: Mi, 08.02.2012 19:32



