06.02.2013, 15:46  Aktualisiert: 06.02.2013, 17:33 
Tirol

Stromausfall legte bis zu 45.000 Haushalte lahm

Ein massiver Stromausfall legte am Mittwoch Innsbruck und umliegende Gemeinden lahm. Menschen blieben in Liften stecken und die Feuerwehr rückte in Folge auch zu Fehlalarmen aus.
Die Tram in der Innsbrucker Innenstadt stand still, Ampeln fielen aus und in 45.000 Haushalten und 10.000 weiteren Gebäuden (Gewerbe usw.) ging gar nichts mehr.
Foto: Paumgartten

Innsbruck – Kurz vor 15.30 Uhr brach in weiten Teilen der Landeshauptstadt das Netz zusammen. Von einem Moment auf den anderen stand alles still. Straßenbahnen fielen genauso aus, wie Ampeln. Auch Lifte in Gebäuden waren betroffen. Die Feuerwehren der Stadt mussten zu insgesamt fünf Bergungen aus Liften ausrücken. In der TT-Redaktion in der Brunecker Straße am Bahnhof ging einige Zeit nichts mehr. Außerdem gab es zwei Einsätze der Feuerwehren aufgrund von Fehlalarmen.

Eine Blitzumfrage während dem Blackout der TT via Facebook ergab, dass der Ausfall teilweise auch die Stromversorgung in Sistrans, Mutters und in Natters betroffen hatte.

Offizieller Grund: Wegen einer automatischen Selbstausschaltung in einem Umspannwerk in der Innsbrucker Pastorstraße waren große Teile von Innsbruck für fast eine halbe Stunde ohne Strom. „Es ist im Umspannwerk Pastorstraße aufgrund eines technischen Defekts in der Schaltanlage zu einem Kurzschluss gekommen“, teilten die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) am Nachmittag mit.

Der Stromausfall ereignete sich um exakt 15.28 Uhr, betroffen waren davon rund 45.000 Haushalte und 10.000 Gebäude (Gewerbe & Co.) in der Innenstadt, im Westen und im Süden von Innsbruck, sowie einige Umlandgemeinden, die von den IKB mit Strom versorgt werden. Ab 15.51 wurde begonnen das Stromnetz wieder Schritt für Schritt aufzubauen. Ab 16.05 Uhr sei die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt gewesen, hieß es seitens der IKB.

Im Strom-Netz der IKB treten laut dem Unternehmen jährlich etwa 25 Störungen im Mittel- und Hochspannungsnetz auf. „Größere Ausfälle wie den heutigen gibt es nur alle 2 bis 3 Jahre.“

Die mittlere statistische Ausfallszeit pro Haushalt betrage weniger als fünf Minuten. (np, tt.com)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 06.02.2013  15:46
aktualisiert: Mi, 06.02.2013  17:33
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