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Schneefälle in Tirol lassen nach, Lkw-Fahrverbot wieder aufgehoben

Vom angekündigten Schneechaos dürfte Tirol zumindest großteils verschont bleiben. Freie Fahrt heißt es auch wieder für Transit-Lkw. Das von Italien verhängte wetterbedingte Fahrverbot wurde bereits wieder aufgehoben.

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Innsbruck, Lienz - Eine Schneewarnung für Osttirol und Kärnten sowie den Osten Österreichs hat die Ö3-Wetterredaktion und die ZAMG am Montag herausgegeben. Bis Donnerstag sei mit 20 bis 25 Zentimetern Neuschnee zu rechnen. So dramatisch sieht es Werner Troger von den Osttiroler meteo experts nicht - zumindest für Osttirol. „Solche Mengen sind für uns ja normal, da gibt es kein Theater. Problematischer ist es in Wien oder Niederösterreich, die sind das ja nicht so gewohnt“, sagte Troger gegenüber TT Online.

In den östlichen Bundesländern kam es heute auch zu Schneeverwehungen und Verkehrsbehinderungen. In Osttirol hat es zwar in der Nacht auf Dienstag ergiebig geschneit, doch schon im Laufe des Tages klingt der Schneefall ab. Auch am Mittwoch wird es in Nord- und Osttirol zwar noch leicht schneien, aber es kommen keine großen Mengen hinzu. „Die Temperaturen sind halt so niedrig, da macht jede Schneeflocke gleich was aus“, erklärt Troger. Am Donnerstag ist sogar eine Zwischenbesserung in Sicht - mit Sonnenschein in ganz Tirol.

Lkw-Fahrverbot aufgehoben

Ähnlich sieht der Trend für Südtirol und Norditalien aus, auch hier lassen die Schneefälle deutlich nach. Und deshalb wurde das von den italienischen Behörden verhängte Lkw-Fahrverbot heute gegen 11 Uhr wieder aufgehoben. Daher ist mit starkem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Das „Einreiseverbot“ für Schwerfahrzeuge ab 7,5 Tonnen war am Sonntag wegen der starken Schneefälle erlassen worden. Die Sperre galt für die Brennerautobahn ab der Staatsgrenze, ab dem Reschenpass und ab Sillian/Innichen.

Die Sperre hat heute noch zu kilometerlangen Staus auf südbayerischen Autobahnen geführt. Am stärksten betroffen war die Inntalautobahn A93 von Rosenheim bis zur österreichischen Grenze bei Kiefersfelden. Die Lkw standen dort am Dienstag auf einer Länge von 20 Kilometern vor dem früheren Grenzübergang. „Die rechte Spur ist praktisch blockiert“, sagte ein Polizeisprecher in Rosenheim.

Bereits am Montagvormittag hatten sich die Parkplätze in Tirol mit Hunderten Fahrzeugen gefüllt. Nachdem diese voll waren, mussten die Lkw-Fahrer bei Kufstein-Nord von der A12 abfahren und wurden, falls sie keine Frachtpapiere für Tirol vorweisen konnten, wieder nach Deutschlad retour geschickt. In Osttirol gab es zeitweise einige Probleme, die Lastwagen unterzubringen. Deshalb wurde vorsorglich die Baustelle bei der Umfahrung Mittewald geräumt, um genügend Stauraum zu haben.

Auch RoLa fährt wieder

Auch die ÖBB hatten gestern auf die „Güterverkehrsbeschränkung“ reagiert. Betroffen war die rollende Landstraße zwischen Wörgl und dem Brenner bzw. Wörgl und Trento. „Die RoLa war nicht befahrbar, um einen Stau am Brenner zu vermeiden“, sagte ÖBB-Presspesprecher Rene Zumtobel.

Durch die Aufhebung des Fahrverbots ist auch die RoLa um 13 Uhr wieder gestartet. (TT.com)

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