Draht riss 13-Jährigen vom Fahrrad
Von Thomas Hörmann
Innsbruck – Max Pointner (13) könnte tot sein. Oder schwerstens verletzt: „Mein Sohn hatte aber Glück und erlitt nur ein paar Prellungen“, ist Skisprung-Trainer Alexander Pointner erleichtert. Und zugleich wütend auf den unbekannten Täter, der im Wald zwischen Lans und Innsbruck quer über eine beliebte Mountainbike-Route einen Draht in Kopfhöhe spannte.
Max Pointner übersah die heimtückische Falle, als er am Donnerstag um 19.30 Uhr mit seinem Downhill-Bike durch den Wald bretterte. Und hatte dennoch Glück im Unglück – sein Helm schützte ihn vor dem Draht und ärgeren Verletzungen. So landete er nur unsanft am Hosenboden. Einen größeren Fahrer hätte es wohl am ungeschützten Hals erwischt.
Alexander Pointner weiß, dass sein Sohn und mit ihm zahlreiche andere Downhill-Sportler illegal im Wald unterwegs sind. „Tatsache ist aber auch, dass den Downhillern im gesamten Großraum Innsbruck nur die Strecke von der Seegrube legal zur Verfügung steht. Und diese Abfahrt ist für Profis, aber nichts für Anfänger.“
Der zuständige Waldaufseher Ephräm Unterberger kennt die Problematik: „Im Gebiet zwischen Lans und Innsbruck kommt‘s immer wieder zu Konflikten zwischen Radlern und Spaziergängern. Grundsätzlich ist das Radfahren im Wald verboten. Ein Gesetz, das für uns Förster aber nicht exekutierbar ist.“
Skisprung-Trainer Alexander Pointner appelliert an die Führung der „Sportstadt Innsbruck, mehr legale Möglichkeiten für die Waldradler zu schaffen. Das ist eine Trendsportart, die vor allem unter den Jugendlichen immer mehr Anhänger findet.“



