Rien ne va plus: Säure-Anschlag auf Poker-Casino in Kufstein
Kufstein – Um halb 10 Uhr am Mittwochabend ging in einem Poker Casino in Kufstein gar nichts mehr – Rien ne va plus, hieß es. Und 50 Personen – Angestellte wie Gäste – verließen fluchtartig ihre Spieltische und stürzten ins Freie.
Grund: Ein bestialischer Geruch hatte sich im Casino ausgebreitet. „Ätzend“ wurde dieser von der Polizei in ihrem Bericht später benannt.
Quelle des Gestanks: eine bisher nicht näher beschriebene Flüssigkeit, die über einen Schlauch vermutlich durch ein gekipptes Fenster des Casinos eingedrungen war. Buttersäure war es, glaubt die Polizei und rechnet damit, dass in den Räumlichkeiten für längere Zeit kein Pokerspiel mehr möglich sein wird.
„Betrieb läuft weiter“
Doch Christian Herbst, für das Marketing des Casinos zuständig, beruhigte gegenüber TT.com: „Wir haben in der Nacht noch eine Reinigungsfirma angerufen, die die Räumlichkeiten geputzt hat. Der Betrieb kann also ganz normal weiterlaufen.“
Das „große Geburtstagsfest“ am Wochenende sei damit nicht gefährdet, erklärte Herbst.
Über die oder den Täter konnten keine Angaben gemacht werden, es gab offenbar auch niemanden, der etwas beobachtet hatte. Die Exekutive bittet daher um Hinweise an die Polizeiinspektion Kufstein (Tel.: 059133/7210).
Herbst selbst kann sich den Anschlag auch nicht erklären. Sicher sei, dass „das bewusst gemacht“ worden sei. Vielleicht hätte sich jemand einen schlechten „Scherz“ erlaubt.
Laut Herbst sei die Flüssigkeit ins Behinderten-WC „an der Rückseite des Casinos“ eingeleitet worden. Innerhalb der Räumlichkeiten sei der Geruch „kaum mehr“ wahrzunehmen. (red)
aktualisiert: Do, 03.03.2011 16:51



