«Luxemburger Wort»: «Tobin-Steuer» ist ein Dauerbrenner
Luxemburg (dpa) - Das «Luxemburger Wort» kommentiert am Dienstag das Drängen des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy auf Einführung einer Finanztransaktionssteuer:
«Nicht zufällig streiten sich Gelehrte wie Politiker seit Jahren über Sinn (oder Unsinn) der nach ihrem Erfinder benannten ‚Tobin-Steuer‘. Neue Nahrung hat die Debatte vor dem Hintergrund der 2008 in den USA ausgebrochenen Finanzkrise und der 2009 im Euroraum losgetretenen Schuldenkrise erhalten. Aus gutem Grund hat jedoch bisher kein Land der Welt eine Finanztransaktionssteuer eingeführt. Jeder nationale Alleingang würde sich für das vorangehende Land rächen und ein Loch in dessen Staatsfinanzen reißen. Denn das Gros der Finanztransaktionen lässt sich heutzutage umleiten und unter Umgehung des Vorreiters anderswo abwickeln. (...) Sarkozy weiß das, doch muss er zu Hause, wo seine Wiederwahl ansteht, mit einem ‚Tobin-Projekt‘ punkten. So bleibt das Thema ein Dauerbrenner.» dpa bi xxzz s5 bi




