Frischer Wind in Venedig
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David Chipperfield wird Chef der Architekturbiennale.Foto: EPA/Hiekel
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Venedig – Die Internationalen Filmfestspiele von Venedig bekommen mit dem Italiener Alberto Barbera einen neuen Direktor. An die Spitze der Architekturbiennale in Venedig wechselt der britische Stararchitekt David Chipperfield.
Alberto Barbera ist Leiter des Filmmuseums von Turin. Der 61-Jährige wurde von der Biennale-Stiftung zum Nachfolger von Marco Müller ernannt, dessen Amtszeit abgelaufen ist. Müller, ehemaliger Leiter der Filmfestspiele in Locarno und Rotterdam, war seit 2004 Direktor des Filmfestivals von Venedig. Barbera, der bereits zwischen 1998 und 2001 Leiter des Filmfestivals von Venedig war, wird weiterhin das Filmmuseum in Turin führen. „Müller hat großartige Arbeit geleistet, die letzten Ausgaben des Filmfestivals waren von höchstem Niveau. Man muss aber das Festival auf internationaler Ebene neu positionieren und in neue permanente Projekte investieren“, sagte Barbera im Interview mit der römischen Tageszeitung La Repubblica (Mittwochsausgabe). Barberas neuer Vertrag läuft über vier Jahre.
Stararchitekt David Chipperfield löst an die Spitze der Architekturbiennale in Venedig den japanischen Architekten Kazuyo Sejima ab. Chipperfield eröffnete sein eigenes Büro 1984, heute arbeiten rund 150 Mitarbeiter für David Chipperfield Architects in London, Berlin, Mailand und Shanghai. Der 58-Jährige und sein Team gewannen mehr als 40 nationale und internationale Wettbewerbe. Chipperfield lehrte an Universitäten in den USA und Europa, unter anderem in Graz. Er baute das Museum Folkwang, erweiterte das Kunsthaus Zürich, baute das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel wieder auf, für das er mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet wurde, und eröffnete zuletzt in der Wiener Kärntner Straße sein „Weltstadthaus“ für die Textilkette Peek & Cloppenburg. (dpa, APA)



