Dornhelm will in Tirol drehen
Von Alexandra Plank
Innsbruck –Wenn alles glatt wird, dann beginnt das Jahr für die Cine Tirol mit einem Paukenschlag. Wie Johannes Köck gegenüber der Tiroler Tageszeitung bestätigt, liebäugelt Robert Dornhelm mit Tirol als Drehort für einen Spielfilm. „Es handelt sich um ein Bergsteiger-Drama rund um eine Erstbesteigung. Die Dreharbeiten der internationalen Großproduktion in Tirol würden sieben Wochen dauern“, so der Leiter der Filmkommission der Tirol Werbung. Drehbeginn soll Mitte Februar sein. Dem Vernehmen nach ist die Produktionsfirma schon auf der Suche nach geeigneten Schauplätzen.
Die Dauerbrener Soko Kitzbühel und Bergdokter stehen natürlich auch wieder auf dem Plan. „Es soll auch ein großes indisches Projekt in den Kristallwelten Ende Januar realisiert werden und es kündigen sich Projekte aus dem arabischen Raum an“, so Köck. Auch wenn der Cine Tirol mit der Business Location Südtirol (BLS), zuständig für die Filmförderung jenseits des Brenners, eine harte Konkurrenz erwächst, ist Köck optimistisch. Die Südtiroler verfügen pro Jahr über ein Budget von fünf Millionen Euro, die Cine Tirol kann für Filmföderungen nur 500.000 Euro zur Verfügung stellen. „Wir sind sehr gut aufgestellt und haben durch unsere internationalen Kontakte sicher einen Vorsprung“, erklärt Köck dazu. Zufrieden ist er auch mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres. „Die umfassenden Maßnahmen von Cine Tirol zur Bewerbung des Filmlandes Tirol haben 2011 zur Realisierung von zahlreichen Filmprojekten mit sehr erfreulichen wirtschaftlichen Effekten von über fünf Mio. Euro in den Tiroler Regionen geführt“, erläutert Köck. Die Ausstrahlungen von Filmprojekten „made in Tirol“ habe 2011 eine Gesamtquote von über 122 Millionen Zusehern allein im deutschsprachigen Raum erreicht. Diese habeeinen erfolgversprechenden Beitrag für die Urlaubsentscheidung zugunsten Tirols geleistet.
Herausragende Spielfilmproduktionen in Tirol waren die Neuverfilmung des Volksstückes von Ludwig Anzengruber „Der Meineidbauer“ unter der Regie und Kameraführung von Joseph Vilsmaier, die romantische Adventkomödie „Weihnachtsengel küsst man nicht“, sowie der erste Kinofilm des gebürtigen Kufsteiners Markus Blunder „Autumn Blood“. Als vielfach ausgezeichneter Kameramann begleitete Christian Berger die Dreharbeiten zum Kinofilm „Ludwig II“ in Tirol – gedreht wurde im August in Tux im Zillertal, am Achensee und im Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach. „Über 20 Spiel- und Dokumentarfilme und 17 Werbefilmproduktionen konnten zwischen Osttirol und dem Lechtal in Tirol realisiert werden - all diese Filmprojekte „made in Tirol“ sorgten für sehr erfreuliche Effekte in wirtschaftlichen, medialen und touristischen Bereichen“, so Köck abschließend.



