29.01.2012, 15:34  Aktualisiert: 29.01.2012, 16:13 
Kino News

„The Artist“ gewann US-Regie-Preis

Vier Wochen vor der Oscar-Verleihung bekommt Michel Hazanavicius für „The Artist“ den Preis des Verbands der US-Regisseure. Ist ihm damit auch der Gewinn des Regie-Oscars sicher?
Der US-Regie-Preis gilt als zuverlässiger Indikator für die Verleihung der Oscars am 26. Februar.
Foto: Filmladen

Los Angeles - Der französische Stummfilm „The Artist“ ist dem Oscar einen Schritt näher gerückt: Michel Hazanavicius gewann am späten Samstag (Ortszeit) für seine Schwarzweiß-Produktion Hollywoods begehrte Regie-Trophäe, die alljährlich vom Verband der US-Regisseure (DGA) vergeben wird. Der Preis gilt als ein Indikator für die Verleihung der Oscars am 26. Februar.

Hazanavicius behauptete sich bei den 64. DGA-Awards gegen „Hugo Cabret“-Regisseur Martin Scorsese, Woody Allen („Midnight in Paris“), David Fincher („Verblendung - The Girl With The Dragon Tattoo“) und Alexander Payne („The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten“).

Für den Franzosen Hazanavicius war es die erste DGA-Nominierung überhaupt. Seine Mitbewerber waren alle schon einmal aufgestellt worden, Scorsese („The Departed“) und Allen („Annie Hall“) haben den Preis bereits gewonnen. Scorsese hatte in diesem Jahr doppelt Pech: Auch seine andere DGA-Nominierung für „George Harrison: Living in the Material World“ in der Kategorie Dokumentarfilm führte nicht zum Gewinn. Hier erhielt James Marsh für „Project Nim“ die Trophäe.

Im vergangenen Jahr hatte der britische Filmemacher Tom Hooper mit dem Historiendrama „The King‘s Speech“ den DGA-Preis und wenig später auch den Regie-Oscar bekommen. Seit 1948 ist es nur sechs DGA-Siegern nicht geglückt, im gleichen Jahr auch den Oscar für die beste Regiearbeit zu holen. Das Pech hatte zuletzt Regisseur Rob Marshall, der für „Chicago“ (2002) die DGA-Trophäe gewann, bei den Oscars aber Roman Polanski („Der Pianist“) unterlag.

„The Artist“ geht mit zehn Nominierungen ins Rennen um die begehrte goldene Statue. Nur Scorsese hat mit seinem aufwendigen 3D-Fantasy-Märchen „Hugo Cabret“ noch eine Nominierung mehr - die meisten davon allerdings in Nebenkategorien. Mit seiner Liebeserklärung an Hollywoods Stummfilm-Ära hat Hazanavicius schon drei Golden Globes und zahlreiche andere Trophäen gewonnen. (APA/dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom So, 29.01.2012  15:34
aktualisiert: So, 29.01.2012  16:13
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