24.01.2012, 11:11  Aktualisiert: 24.01.2012, 11:47 
Forschung

Sonnensturm trifft auf Erde – Satelliten und Astronauten gefährdet

Die Auswirkungen dürften gering bleiben, am meisten gefährdet seien Satelliten für Telekommunikation und Navigationssysteme.
Ein von der US-Raumfahrtbehörde NASA veröffentlichtes Bild zeigt die Eruption auf der Sonnenüberfläche.
Foto: AP

Washington, Boulder – Ein starker Sonnensturm wird in den kommenden Tagen die Erde treffen. Der stärkste Sturm seit 2005 werde noch bis Mittwoch das magnetische Feld der Erde beeinflussen, teilte das Zentrum für Weltraumwetter-Vorhersagen der US-Behörde NOAA in Boulder im Teilstaat Colorado am Montag mit.

Die Sonneneruption, die von Wissenschaftlern bereits seit Mitte vergangener Woche erwartet worden war, habe sich am Sonntag ereignet und eine Wolke geladener Plasma-Teilchen unter anderem in Richtung Erde entsandt. Diese, so Physiker Doug Biesecker vom Zentrum für Weltraumwetter-Vorhersagen gegenüber der „Los Angeles Times“ ( http://go.tt.com/zQkIWx ), legen die Strecke in 34 Stunden zurück.

Sonnenstürme können große Auswirkungen auf elektronische Systeme und Satelliten haben, wodurch es zu schweren Störungen in der Stromversorgung, der Telekommunikation oder bei Navigationssystemen, die von den Satelliten des Global Positioning System (GPS) abhängig sind, kommen kann. Gefährdet sind aufgrund der erhöhten Strahlung auch Astronauten der Internationalen Raumstation ISS. Die Effekte des aktuellen Sturms sollen sich nach Angaben von US-Wissenschaftlern aber in Grenzen halten.

Der Sturm ist der größte seit Mai 2005, als sich eine etwa 10% stärkere Eruption ereignete. Beide seien aber laut Biesecker auf Stufe Drei von Fünf einzuordnen.

Nach Angaben der „Los Angeles Times“ werden im Flugverkehr bereits Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. So seien schon am Montag Flugzeuge um die Polarregionen geleitet worden, da die dort stärkere Strahlung die Navigationssysteme beeinflussen könnte.

Laut Doug Biesecker seien solche Sonnenstürme in Zukunft öfter zu erwarten, für 2013 werden neue Spitzenwerte bei der Sonnenaktivität erwartet. Gesicherte langfristige Vorhersagemethoden existieren allerdings noch nicht. (tt.com/dapd)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 24.01.2012  11:11
aktualisiert: Di, 24.01.2012  11:47
Vorteilszone
Partyfotos
Gewinnspiele
Parship
radio.at
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
"HEISZE TASTEN"
Panoramablick
AGB Kontakt Impressum