09.05.2012
Gesundheit

Nicht nur den Gast, auch den Mitarbeiter schätzen

Gesunde, motivierte Mitarbeiter sind ein Erfolgsgarant für jedes Unternehmen. Mit ein Grund, warum sich UNIQA, Tiroler Raiffeisenbanken und TT für betriebliche Gesundheitsförderung engagieren. In drei Hotels werden kostenlos Programme umgesetzt.
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Einfach ein E-Mail an forum@tt.com mit dem Kennwort „Gemeinsam fit in die neue Saison" senden oder eine Postkarte schicken (TT, Ing.-Etzel-Straße 30, 6020 Innsbruck). Einsendeschluss: 16. Mai (Anzahl der Mitarbeiter angeben).


Vortrag mit Olympiasieger und UNIQA- HeadCoach Stephan Eberharter


Alle Unternehmer, die sich beworben haben, können am 10. Juli eine besondere Veranstaltung besuchen. Ex-Skirennläufer Stephan Eberharter wird im ORF-Landesstudio Tirol (Innsbruck, Rennweg, 19 Uhr) zum Thema „Im Zentrum des Erfolgs" sprechen. Wer daran teilnehmen will, muss sich im Zuge der Anmeldung dafür registrieren, via Mail an forum@tt.com oder per Postkarte, Kennwort ist jeweils „Stephan Eberharter" (TT, Ing.-Etzel-Straße 30, 6020 Innsbruck). Achtung: begrenzte Teilnehmerzahl!

Von Irene Rapp

Innsbruck – „Ein guter Betrieb wird von guten Mitarbeitern getragen“: Mit einem einfachen Satz bringt Sportwissenschafter Markus Schnitzer vom Institut für Gesundheitsmanagement seine jahrelange Erfahrung in Unternehmen zum Thema betriebliche Gesundheitsförderung bzw. betriebliches Gesundheitsmanagement auf den Punkt.

Eine Aussage, die von Studien untermauert wird: Demnach steigen durch Maßnahmen, die das Wohl der Belegschaft fördern, u. a. Motivation und Leistungsbereitschaft. Zudem können Krankenstände sowie Mitarbeiterfluktuation gesenkt werden. Wobei der tägliche Apfel oder der gelegentliche Rückenkurs nur der Beginn sein kann: „Betriebliches Gesundheitsmanagement umfasst mehr – nämlich Bewegung, Ernährung, mentale Fitness, Energie und Umfeld“, weiß Schnitzer. Themen wie schlechtes Betriebsklima oder Stress sollten den Unternehmer aber ebenfalls zum Handeln veranlassen. „Betriebliches Gesundheitsmanagement muss auch von der Führungskraft gelebt werden“, nennt Schnitzer den Grund.

Dass vor allem in einer Dienstleistungsbranche wie dem Tourismus derartiges Bemühen um die Belegschaft wichtig ist, liegt auf der Hand. Denn die rund 30.000 Beschäftigten in den 2900 Tiroler Beherbergungsbetrieben stehen jeden Tag in Kontakt mit dem Kunden und müssen die Angebote ihres Hauses bestmöglich verkaufen.

„Allerdings hört man Hoteliers noch oft als Erstes davon sprechen, dass sie das größte Schwimmbad im Ort haben“, weiß Schnitzer aus Erfahrung. Nicht nur den Gast zu schätzen, sondern auch den Mitarbeiter – das sei trotz einiger positiver Beispiele in Tirol fast noch etwas wie „gegen den Strom zu schwimmen“.

Sehr oft wird dabei der Kostenfaktor ins Spiel gebracht – ein Punkt, der bereits mehr als relativiert worden ist: Denn laut einer Studie der Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers erhält ein Unternehmen für jeden in betriebliche Gesundheitsförderung investierten Euro drei Euro retour. Und: Es gibt dafür auch Gelder der öffentlichen Hand – wie etwa dem „Fonds Gesundes Österreich“.

Doch wie kann nun ein Unternehmen Maßnahmen im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement umsetzen? In einem Projekt von UNIQA-Versicherung, Tiroler Raiffeisenbanken und Tiroler Tageszeitung sollen in den nächsten Wochen derartige Fragen nicht nur beantwortet werden, sondern in drei Tiroler Hotels auch konkrete Maßnahmen angeboten werden (siehe unten).

„In unserer schnelllebigen und von immer neuen Herausforderungen geprägten Zeit wird die Gesundheit der Mitarbeiter für Hoteliers von immer größerem Interesse“, nennt UNIQA-Landesdirektor Diego Reichstamm den Grund für sein Engagement.

Ähnlich argumentiert Hannes Schmid, Sprecher der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol – immerhin größter Finanzier der Tiroler Tourismuswirtschaft. „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist Ausdruck einer Denkhaltung für nachhaltiges Wirtschaften, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“ Eine Einschätzung, die auch TT-Chefredakteur Alois Vahrner teilt: „Der Einfluss der Mitarbeiter auf den Erfolg eines Unternehmens wird unterschätzt.“

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 09.05.2012
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