10.12.2011
Vorstellung

Audi A4: Topfit ins zweite Leben

Mit klarem Look und optimierter Technik will der Audi A4 ein weiteres Kapitel in seiner Erfolgsgeschichte schreiben. Mehr Dynamik, weniger Verbrauch lautet die Devise.

Lissabon – Acht Modell-Generationen, zehn Millionen verkaufte Exemplare – wenn das keine Erfolgsgeschichte ist. Geschrieben hat sie der Audi A4 bzw. dessen Urahn Audi 80. Nach vier Jahren haben die Ingolstädter jetzt dem aktuellen A4 eine Frischzellenkur spendiert.

Mit der neu gezeichneten Frontpartie präsentiert sich der Mittelklassler deutlich geschärft und glasklar im Design. Besonders markant: die Frontscheinwerfer, bei denen (in der Bi-Xenon-Version) ein Tagfahrlicht-Leuchtband die eher verspielte Dioden-Kette ablöst, und der Singleframe-Kühlergrill, dessen obere Ecken jetzt angeschrägt sind. Zum modernen Look tragen auch die Querrippen und die dreidimensionalen Audi-Ringe, die kantigen Lufteinlässe und die flachen Nebelscheinwerfer im Stoßfänger bei. Die Heckleuchten nehmen das Motiv der Frontscheinwerfer auf und sind ebenfalls mit LED-Bändern zu haben. Insgesamt führen die kosmetischen Maßnahmen den neuen A4 optisch näher an den größeren Bruder A6 heran.

In Sachen Innenraumdesign gilt: Feiner kann‘s keiner, Material- und Verarbeitungsqualität bewegen sich auf höchstem Niveau. Deshalb gab es hier nur kleinere Modifikationen. Chromspangen an den Bedien­elementen und überarbeitete Lenkstockhebel sowie neue Lenkräder schaffen ein noch edleres Ambiente. Die Ergonomie wurde perfektioniert. Und: Wenn der Fahrer müde wird, warnt der A4. Das serienmäßige System erkennt dies anhand der Lenkradbewegungen und rät zur (Kaffee-)Pause.

Das Technik-Update erfreut doppelt. Die Verbrauchswerte sind im Schnitt um elf Prozent gesunken, obwohl viele Motoren bei Leistung und Drehmoment zugelegt haben. Gleichzeitig konnten Fahrdynamik und Abrollkomfort dank der neuen Fahrwerksabstimmung optimiert werden. Die neue elektromechanische Lenkung mag unterdessen zwiespältig ankommen. Sie ist leichtgängiger als bisher, filtert Antriebseinflüsse wirksam aus und spart Sprit, weil sie bei der Geradeausfahrt keine Energie benötigt. Sie wirkt aber in der Mittellage weniger präzise als die bisherige Lenkung. Leben kann man damit allemal und wer es sportlicher haben möchte, findet mit dem aufpreispflichtigen „Drive Select“ ein tolles System, das die Abstimmung von Lenkung, Motor und Fahrwerk per Knopfdruck von komfortabel bis betont sportlich ermöglicht.

Das Motorenprogramm lässt keine Wünsche offen. Insgesamt neun Triebwerke mit einem Leistungsspektrum von 120 bis 245 PS, davon sechs Diesel, stehen zur Wahl. Dazu kommt noch der Spitzensportler S4 mit 333 PS. Alle Motoren sind aufgeladene Direkteinspritzer und verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System. Je nach Triebwerk kann der Kunde zwischen einem 6-Gang-Schaltgetriebe, der 6-multitronic und der 7-Gang-Automatik S-tronic wählen. Die neuen A4 sind in allen Versionen (Limousine, Kombi Avant, allroad quattro und S4) bereits bestellbar. Ein Blick in die Gebührenordnung: Mindestens 32.830 Euro sind fällig, bis zu 65.320 Euro (S4) möglich. Und das für die Basisversionen. Mit feinen Extras lassen sich die Preise noch kräftig nach oben schrauben. Aber daran haben sich die Freunde der deutschen Premiummarken ja längst gewöhnt. (hösch)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Sa, 10.12.2011
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