Porsche Holding freut sich auf neuen Absatzrekord
Salzburg – Vielerorts wird gejammert, nicht so bei der Porsche Holding in Salzburg. Rundherum mag den Staaten die Luft ausgehen angesichts angehäufter Schulden, eingetrübter Konjunktur und ungewisser Euro-Strategie. Doch dem rührigen Autohändler ging es gut, geht es gut und wird es auch gut gehen, wer den Äußerungen von Noch-Holding-Sprecher Wolf Dieter Hellmaier folgt. Schon im vergangenen Jahr setzte das international aktive Unternehmen 13,7 Milliarden Euro um. Das ist viel, aber doch etwas weniger, als sich für heuer abzeichnet. Gut 14 Milliarden Euro dürften sich heuer in der Bilanz summieren.
Wesentlichen Anteil daran hat der hohe und noch einmal gestiegene Marktanteil, den die Porsche Holding in Österreich mit den VW-Konzernmarken Volkswagen, Skoda, Audi und Seat erzielt. Jedes dritte Auto, das hierzulande eine Erstzulassung erhält, stammt aus den Produktionshallen der Wolfsburger VW AG, deren Teil die vertriebsorientierte Porsche Holding im vergangenen Jahr geworden ist. „Mit Volkswagen, Audi, Skoda und Seat sind alle vier großen Marken des Volkswagen-Konzerns unter den Top Ten in Österreich platziert“, freut sich Hellmaier über die Dominanz. Etwas in dieser Art strebt die Porsche Holding im schwer umkämpften südosteuropäischen Markt an – und auch in China, wo es für VW & Co. jedoch schon seit geraumer Zeit gut läuft.
Gut laufen – das ist es, was sich Hellmaier von der Porsche Holding auch im nächsten Jahr erwartet, wenn Alain Favey das Ruder übernimmt. Zwar werde der österreichische Gesamtmarkt den heurigen Zulassungsrekord von rund 354.000 Stück nicht mehr erreichen – doch 320.000 bis 330.000 Neuwagenverkäufe sind für Hellmaier realistisch. Den Löwenanteil will sich natürlich die Holding sichern. (hösch)



