14.01.2012
Auto Test

Koleos mit frischer Würze

Renault verpasste dem Kompakt-SUV eine Runderneuerung. Ein moderneres Gewand und verbrauchsoptimierte Motoren helfen dem Kolösschen auf die Sprünge.
Vor allem dem Gesicht widmeten die Designer besondere Aufmerksamkeit.
Infobox

Die Technik

Motor:Vierzylinder Turbodiesel

Hubraum: 1995 ccm

Drehmoment: 360 Nm bei 2000 U/min

Leistung: 127 kW/173 PS

L/B/H: 4520/1865/1690 mm

Gewicht: 2.250/1730 kg

Kofferraumvolumen: 450–1380 l

Tankinhalt: 65 l

Höchstgeschwindigkeit: 191 km/h

0–100 km/h: 9,9 Sekunden

Verbrauch: 7,5 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 37.167 Euro

CO2-Emission: 166 g/km

Innsbruck – Drei Jahre ist es her, dass Renault sein erstes Crossover-Allradmodell in Österreich präsentierte. Seither kämpft das Gemeinschaftsprodukt der Renault-Nissan-Allianz­ um die Gunst der Käufer­ – bis jetzt mit mäßigem Erfolg, wie uns die Zulassungszahlen verraten.

Beim kürzlich verordneten­ Facelift ist der Name Programm, und so widmeten die Renault-Designer dem Gesicht besondere Aufmerksamkeit. Wo vorher eher langweilig wirkende Lufteinlässe das Logo flankierten, glänzt nun ein verchromter Kühlergrill. Die Scheinwerfer sind schmaler geschnitten und verleihen dem Koleos deutlich mehr Dynamik. LED-Blinker in den Gehäusen der Außenspiegel und eine Auswahl an exklusiven Felgen runden die Modifikationen am Kleid des Koleos ab. Einmal eingestiegen, präsentieren sich dem Fahrer die Dekorelemente und Polsterungen in neuem Look, die Geschwindigkeitsanzeige bekam ein überarbeitetes Gehäuse und ein Display in neuem Design.

Unter der Haube änderte sich auf den ersten Blick nicht viel. Für den nötigen Vortrieb sorgt nach wie vor ein Zwei-Liter-Diesel mit wahlweise 150 oder 173 PS. Der kleine Selbstzünder ist auch in Verbindung mit Frontantrieb oder Sechs-Stufen-Automatik zu haben, der dCi 175 ist mit Allradantrieb und Sechs-Gang-Getriebe­ ausgestattet. Die Aggregate wurden aber gründlich überarbeitet: Die jüngste Entwicklungsstufe des dCi 150 emittiert elf Prozent weniger CO2 als sein Vorgänger. Der Verbrauch konnte im selben Maß auf 5,7 Liter pro 100 Kilometer reduziert werden. Bei den kräftigeren Varianten ist die Reduktion mit 4,6 Prozent nicht ganz so deutlich, die daraus resultierenden 7,5 Liter Verbrauch während unseres Tests finden aber trotzdem unsere Zustimmung.

Wir durften auf den dCi 175 Exception zurückgreifen. Features wie Panoramaglasdach, Regensensor, Sitzheizung und ein Navigations­system, das vor Radarkameras warnt, lassen keine Wünsche mehr offen. Da verwundert es nicht, dass die Liste der Zusatzausstattungen recht kurz ausfällt: Der Konfigurator spuckt neben der neuen Farbe­ „Maple-­Orange“ nur noch Bi-Xenon-Scheinwerfer und das Kurvenlicht zum ankreuzen aus. Der Preis bleibt dabei mit 37.167 Euro überschaubar. Wer es nicht so komfortabel braucht, bekommt auch in der Basisversion einiges geboten. Der Fahrer muss dann zwar auf einen Allradantrieb verzichten und hat „nur“ noch 150 PS zur Verfügung, Lederlenkrad, Radio mit Bluetooth und Tempomat sind aber weiterhin mit an Board. Der Preis spricht für sich: Die Basisversion ist schon ab 26.790 Euro zu haben. (luc)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Sa, 14.01.2012
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