21.01.2012
Auto Test

Allrad-Alleskönner zum Chevy-Tarif

Grundlegend überarbeitet bezwingt der Chevrolet Captiva den Alltag. Neben frischer Optik machen vor allem die erstarkten Motoren aus dem siebensitzigen SUV ein völlig neues Auto.
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Die Technik

Motor: Vierzylinder-Diesel

Hubraum: 2231 ccm

Drehmoment: 400 Nm bei 2000 U/min

Leistung: 135 kW/184 PS

L/B/H: 4637/1868/1756 mm

Gewicht: 1978/2538 kg

Kofferraumvolumen: 97/477/1577 l

Tankinhalt: 65 l

Höchstgeschwindigkeit: 191 km/h

0–100 km/h: 10,1 Sekunden

Verbrauch: 10,2 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: (LT Plus AT) 37.990 Euro

CO2-Emission: 203 g/km

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Bei der Entwicklung des Captiva hat General Motors nichts dem Zufall überlassen. Schließlich wird der koreanische Chevrolet-Ableger fast auf der ganzen Welt verkauft.

Bei Opel nennt sich das fesche SUV als fahraktiver Fünfsitzer übrigens Antara. Ab der Ausstattungslinie „LT“ gibt es den längeren Captiva jedoch serienmäßig mit dritter Sitzreihe. Wer sieben Sitze nicht braucht, darf sich über einen Kofferraum von 477 Liter freuen. Überhaupt ist Platz ein Haupttalent dieses Chevy. Generös die Platzverhältnisse in der ersten und zweiten Reihe. Dort empfängt den Fahrer auch eine exzellente Sitzposition auf erwachsenen Sitzen.

Mit der Überarbeitung des Captiva gewann auch das Cockpit. Nett anzusehen und einfach zu bedienen gibt es keine Rätsel auf. Qualitativ bleibt aber noch Spielraum zu den ungleich teureren Konkurrenten der Premiumhersteller. Bei der dritten Sitzreihe gefällt, wie einfach sie ein- und auszufalten ist. Eine echte Wohltat bei einem Ausstattungsdetail, das ja vornehmlich für Kinder und Jugendliche gedacht ist. Benötigt man die Sitzlehnen nicht, ergeben sie eine völlig ebene Ladefläche.

Was man bei Chevrolet sonst noch alles fürs Geld bekommt, erstaunt immer wieder. So fuhr der neue und bärenstarke 184-PS-Diesel mit Sechsgangautomatik und Vollausstattung inklusive Leder für 37.990 Euro in den TT-Testfuhrpark. Ab 24.990 beginnt der 167-PS-Benziner mit Frontantrieb – aber das ist ein völlig anderes Auto. Die neuen 163- und 184-PS-Diesel spielen bei so einem SUV ihr Drehmoment nämlich souverän aus. Speziell die 184-PS-Varinate mit 400 Newtonmetern.

Trotz 1978 Kilogramm Leergewicht wirkt der Siebensitzer nämlich überraschend leichtfüßig. Die traditionelle Wandler-Sechsgangautomatik geht mit dem Motor eine perfekte Harmonie ein und lässt den Captiva ohne Anfahrschwäche davonsprinten.

Auch die Laufkultur des 2,2-Liter-Aggregats überzeugt – rund zehn Liter sollte man für so ein SUV aber einkalkulieren. Speziell wenn man den unauffällig agierenden Allradantrieb öfters nutzt. Bei stärkeren Steigungen helfen eine Berganfahrhilfe und der Bergabfahrassistent.

So ist der Captiva ein gutes Beispiel für den Wandel der Automobilsegmente. Was früher ein großer Kombi war, stellt sich heutzutage für viele Käufer gerne als geräumiges SUV mitsamt erhöhter Sitzposition und witterungssicherem Allradantrieb dar.

Dass so etwas bei Chevrolet nicht mehr kostet, als sonstwo ein Kombi wurde schon erwähnt.

Zusätzlich erwartet den Käufer aber noch das 3 x 3-Servicepaket, das neben Servicegutscheinen für die ersten drei Jahre eine völlig sorgenfreie Fahrt garantiert. Schnellentschlossene freuen sich über die derzeitige Chevrolet-„Glücksmoment“-Aktion mit bis zu 2500 Euro Preisvorteil.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Sa, 21.01.2012
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