Jugendliche Hacker im Visier von Österreich und Großbritannien
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Der 15-jährige Niederösterreicher bekam das Programm, das er zum Hacken von 259 Unternehmen verwendete, aus einem Hacker-Forum.
Foto: TT / Thomas Boehm
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Wien/London - 15-, 16- und 17-Jährige befanden sich in der letzten Woche im Visier der Polizei Österreichs und Großbritanniens. Vorgeworfen wurden den Jugendlichen jeweils Hackerangriffe auf Unternehmen und Polizei-Einrichtungen.
Für den 15-Jährigen aus Niederösterreich war es möglicherweise ein Spiel. Für Angehörige des Bundeskriminalamts waren es - so die Wiener Tageszeitung „Kurier“ - „beinhart geführte Hackerangriffe auf Firmen in Österreich und Europa“. Im Zeitraum von Jänner bis März dieses Jahres hatte der Jugendliche von seinem Kinderzimmer aus die Codes und Passwörter von 259 Unternehmen geknackt und diese ins Internet gestellt, wie die Tageszeitung berichtet.
Das dafür nötige Tool bezog der Jugendliche laut der Zeitung - beim Bundeskriminalamt gab es zunächst keine Bestätigung - über ein Hackerforum. Dort veröffentlichte der Jugendliche die an sich vertraulichen Firmendaten. Der 15-Jährige wurde angezeigt.
Jugendliche in England hacken Anti-Terror-Hotline
Nach einem mysteriösen Hackerangriff auf eine britische Anti-Terror-Hotline hat auch die dortige Polizei zwei Teenager festgenommen. Die beiden Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren wurden nach ihrer Festnahme am Donnerstag in den englischen West Midlands von Ermittlern der Abteilung für Internetkriminalität befragt, wie ein Scotland-Yard-Sprecher sagte. Die Hackergruppe Team Poison hatte zuvor einen vierminütigen Mitschnitt ins Internet gestellt. Darin unterhalten sich Mitarbeiter der Anti-Terror-Hotline unter anderem über 700 Telefonstreiche „von einer Gruppe namens Team Poison“.
Scotland Yard räumte ein, dass die Gespräche der Beamten belauscht wurden, erklärte jedoch ausdrücklich, es habe sich nicht um einen Hackerangriff gehandelt. Die Gespräche seien lediglich über einen Telefonhörer aufgezeichnet worden und „nicht über einen Angriff auf interne Systeme“. Wie die Hacker das vertrauliche Gespräch mithören konnten, ohne das interne Kommunikationssystem der Hotline zu knacken, wollte eine Polizeisprecherin allerdings nicht näher erläutern. Scotland Yard versicherte, die Bürger könnten bei der Hotline weiterhin „vertraulich“ verdächtige Beobachtungen melden.
Team Poison soll unter anderem hinter Cyber-Attacken auf Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und die Facebook-Seite des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy stecken. Im November 2011 veröffentlichte die Gruppe zudem mehr als 100 Benutzernamen und Passwörter, die angeblich vom UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) stammten. (APA/AFP/tt.com)
aktualisiert: Di, 17.04.2012 10:34







