24.04.2012, 21:26  Aktualisiert: 24.04.2012, 23:00 
Gadgets

Rückschlag für Apple in China im Kampf um Markennamen iPad

Die Regierung in Peking stellte sich auf die Seite des chinesischen Unternehmens, das gegen Apple klagt.
Shenzhen Proview besitzt in China die Rechte am Markennamen iPad.
Foto: AP

Shanghai - Apple hat im Kampf um den Markennamen iPad in China einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Regierung in Peking stellte sich in ihrer ersten öffentlichen Äußerung in dem Fall auf die Seite des chinesische Unternehmen Proview Technology - auch bekannt als Shenzhen. „Nach den Bestimmungen des chinesischen Markenrechts ist derzeit Shenzhen Proview der rechtmäßige Besitzer des Markennamens iPad“, sagte der Vize-Direktor der Verwaltung für Industrie und Handel. Seine Äußerungen könnten einen Hinweis auf den Ausgang des Gerichtsverfahrens um den Namen für den erfolgreichen Tablet-Computer geben.

Proview strebt nach früheren Angaben aber eine außergerichtliche Einigung an. Branchenexperten könnte das Unternehmen mit einer Entschädigungszahlung von Apple seinen Schuldenberg abtragen. Ein Proview-Anwalt sagte Reuters am Montag, beide Seiten verhandelten noch immer über eine Lösung des Streits. Proview beansprucht die Rechte an dem Namen des Tablet-Computers für sich. Apple betont, es habe die weltweiten Nutzungsrechte Proview vor Jahren abgekauft. Laut Proview ist das Geschäft aber nur mit einer Proview-Tochter abgeschlossen worden, weswegen China von der Regelung ausgeschlossen sei. Bei einer Niederlage droht Apple ein Verkaufsverbot in China.

Mit Spannung warten die Anleger auf die Quartalsbilanz des nach Börsenwert weltgrößten Konzerns, der mit iPod, iPhone und iPad die Branche revolutionierte. Zuletzt wuchsen aber die Zweifel, ob Apple nach dem Tod des langjährigen Konzernlenkers Steve Jobs auch mit der nächsten Neuvorstellung eine solch bahnbrechende Vorreiterrolle einnehmen wird. Zudem machen dem Unternehmen zahlreiche Patentstreitigkeiten rund um den Globus und die wachsende Konkurrenz von Googles Betriebssystem Android bei mobilen Geräten zu schaffen. Die in diesem Jahr bereits um 60 Prozent auf ein Allzeit-Hoch von 644 Dollar (489 Euro) in die Höhe geschossene Aktie hat seit einiger Zeit den Rückwärtsgang eingelegt. Am Dienstag gab sie 2,7 Prozent auf 555 Dollar nach.

Viele Experten gehen davon aus, dass eine Kurskorrektur überfällig ist. Das geringste Anzeichen von Problemen in der Bilanz könnte daher zu Gewinnmitnahmen führen. „Jede Enttäuschung könnte kurzfristig zu einem erheblichen Ausverkauf führen“, sagte Channing Smith von Capital Advisors Growth Fund. (APA/Reuters)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 24.04.2012  21:26
aktualisiert: Di, 24.04.2012  23:00
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