27.06.2012, 15:32  Aktualisiert: 27.06.2012, 15:38 
Musik News

STS erhielt Goldenes Ehrenzeichen der Republik

Nach 30-jähriger Karriere gab es für die steirische Austropop-Gruppe STS nun ein offizielles Dankeschön von Österreich.
Die Austropop-Gruppe „STS“ mit Gerd Steinbaecker, Helmut Schiffkowitz und Guenter Timischlam (v.l.n.r.) bekamen ein Ehrenzeichen.
Foto: APA

Wien - Sie haben „‘s ganze Leben für‘n Rock‘ n‘ Roll“ gegeben, nach 30-jähriger Karriere gab es nun auch von Österreich ein offizielles „Dankschön“: Helmut „Schiffkowitz“ Röhrling, Günter Timischl und Gert Steinbäcker - besser bekannt als STS - wurden am heutigen Mittwoch mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. „Ich bin normalerweise nicht auf den Mund g‘fallen, aber heute fehl‘n mir die Worte“, meinte ein sichtlich gerührter Schiffkowitz. „Ein Segen, was der Gott des Zufalls da zusammengeführt hat“, attestierte wiederum Laudator Christian Kolonovits im Hinblick auf „unsere STSler“.

„Wir sind erfreut und fassungslos. Diese Ehrung empfinden wir als große Auszeichnung“, so Schiffkowitz weiter. „Wir sind dem Schicksal dankbar, dass wir es so weit bringen durften.“ Dass auch nach drei Jahrzehnten der Erfolg für das Austro-Pop-Trio, das mit Liedern wie „Großvater“ oder „Fürstenfeld“ ein Stück österreichischer Musikgeschichte geschrieben hat, nicht abreißt, war nicht zuletzt anlässlich ihrer Abschiedstournee im Vorjahr ersichtlich: Zweimal wurden die Wiener Stadthalle sowie die Münchner Olympiahalle und gleich viermal die Stadthalle in Graz ausverkauft.

„Ihre Musik hat selbst mich zum Singen gebracht“, erklärte Kulturministerin Claudia Schmied (S) beim heutigen Festakt. „Es sind große Geschenke, die sie uns gemacht haben. Ihre Lieder sind Teil unserer Lebenswelten geworden und damit Volkslieder im besten Sinn.“ Kolonovits versuchte sich an der Ergründung des Phänomens STS, musste aber zugeben, dass es unmöglich ist, „eine ‚Überdosis G‘fühl‘ mit dem Kopf zu erklären“. Die Lieder des Trios seien nie ehrgeizig, sondern „werden in die Welt gesetzt und finden automatisch die richtige Bestimmung. Sie bringen uns zum Lachen, zum Weinen - und können sogar gescheiter machen, wenn man es darauf anlegt.“ (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 27.06.2012  15:32
aktualisiert: Mi, 27.06.2012  15:38
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