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„Moon River“: US-Sängerlegende Andy Williams gestorben

Niemand sang „Moon River“ so wie er: Der legendäre US-Schnulzensänger Andy Williams war in den USA ähnlich beliebt und verehrt wie seine Kollegen Frank Sinatra und Dean Martin. Jetzt ist er im Alter von 84 Jahren an Blasenkrebs gestorben.

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Washington - Der US-Sänger Andy Williams („Moon River“) ist tot. Williams sei am Dienstagabend (Ortszeit) im Alter von 84 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Missouri an den Folgen von Blasenkrebs gestorben, zitierten US-Medien am Mittwoch seinen Sprecher. Im vergangenen Jahr hatte Williams bei einem Konzert in seiner Heimatstadt Branson seine Krankheit öffentlich gemacht. Das Publikum spendete ihm daraufhin minutenlang stehend Applaus.

Der 1927 im US-Bundesstaat Iowa geborene Williams war in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Gemeinsam mit drei Brüdern trat er zunächst als Quartett auf, bevor er 1953 eine Solokarriere startete. Besonders in den 60er und 70er Jahren feierte der Schnulzensänger mit Songs wie „Butterfly“ und „Can‘t Take My Eyes Off You“ weltweit große Erfolge. Mehrmals war er Gastgeber berühmter Preisverleihungen wie der Grammys oder der Golden Globe Awards. Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan bezeichnete Williams einmal als „nationale Kostbarkeit“. Mit dem Kennedy-Clan war Williams eng befreundet.

„Moon River“ aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“ wurde zur Erkennungsmelodie des Sängers. In seiner Heimatstadt Branson ließ Williams ein eigenes „Moon River Theater“ bauen, in dem er häufig auftrat - auch nach seiner Krebsdiagnose noch. Der Schlagersänger war zweimal verheiratet und hat drei Kinder. In seiner amerikanischen Heimat wird Williams in einer Reihe mit großen Entertainern wie Frank Sinatra oder Dean Martin verehrt. (dpa)

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