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Uwe Kaa übernimmt für Iriepathie

Iriepathie müssen krankheitsbedingt das Benefizkonzert im Innsbrucker Treibhaus heute Abend absagen. Label-Kollege Uwe Kaa übernimmt.

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Innsbruck – Das Osttiroler Brüderpaar von Iriepathie ist in der Reggae-Szene längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. 2006 mit dem FM4 Alternative Act ausgezeichnet gelten „Professa“ und „Syrix“ als die Aushängeschilder des heimischen Reggae. Morgen Abend zaubern die beiden mit Roots-Reggae und ein bisschen Dancehall karibisches Flair ins Innsbrucker Treibhaus.

Der Eintritt ist gratis, die Veranstalter des Konzertes hoffen jedoch auf großzügige Spenden. Schließlich dient der Abend einem guten Zweck: Das Gewaltschutzzentrum Tirol will mit diesem Event nicht nur der Tabuisierung von Häuslicher Gewalt und Stalking entgegenwirken. Die gesamten Einnahmen der Veranstaltung gehen zudem direkt an die Opfer, um „betroffenen Menschen auch finanziell rasch und unbürokratisch helfen zu können“. Seitens des Gewaltschutzzentrum Tirol heißt es: „Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass Gewaltopfer nicht nur durch die Täterinnen und Täter zum Schweigen gebracht werden, sondern dass auch ihr Umfeld es ihnen erschwert, zu sagen, was passiert, oder gar eine Anzeige zu erstatten. Auch wissen viele Menschen noch immer nicht, dass sie von zahlreichen Vereinen kostenlose Unterstützung in ihrer Situation erhalten könnten.“

Mit dem Konzert soll Lebensfreude und Hoffnung vermittelt werden: „Viele Kinder und Jugendliche schämen sich dafür, was daheim vor sich geht, und gehen davon aus, dass es auch ein schlechtes Licht auf sie selbst wirft. Wir wollen mit einem mitreißenden Konzert der Stigmatisierung und der damit verbundenen Hoffnungslosigkeit der Betroffenen entgegenwirken.“

Die rechtliche Beratung im Gewaltschutzzentrum ist kostenlos - für die Betroffenen aber niemals umsonst: „Wir haben bei unserer Arbeit viele starke Persönlichkeiten kennen gelernt, die mit ein wenig Unterstützung ihren Weg aus der Gewalt gefunden haben. Es ist ganz einfach, Opfer häuslicher Gewalt oder von Stalking zu werden – doch es erfordert viel Mut und Kraft, um aus einer solchen Situation auszubrechen“, sagt Esther Jennings vom Gewaltschutzzentrum Innsbruck. Gute Vibes dafür dürfte es auf jeden Fall morgen im Innsbrucker Treibhaus geben. (TT.com)

Mehr Info:

Gewaltschutzzentrum Tirol

Iriepathie

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