Zander ist mit 70 noch sehr verspielt
Berlin – Der deutsche Entertainer Frank Zander ist einer der Fernsehstars aus alten Zeiten. Sein Song „Hier kommt Kurt“ wurde zum Gassenhauer. Zander blödelte mit Helga Feddersen in der legendären „Plattenküche“ und parodierte den Ententanz. Doch er ist mehr als der Berliner Ulk-Barde, der seine Karriere startete, als es nur drei Fernsehprogramme gab. Jedes Jahr lädt er Tausende Obdachlose zur Weihnachtsgans ein. Für sein soziales Engagement wurde Zander zum „Berliner des Jahres“ gekürt und bekam das Bundesverdienstkreuz.
Kurz vor der „bösen Sieben“ macht er Urlaub in seiner Zweitwohnung auf Ibiza mit Blick aufs Meer. Das Alter hat ihn ein bisschen ins Grübeln gebracht. „Ich hab‘ noch so viel vor“, sagte er im Interview mit der dpa. „Ich sehe immer auf die Uhr und denke: Ist es schon so spät?“ Im Kopf fühle er sich noch wie 39. Zander ist ein Typ, der sich für vieles begeistern kann, für neue Songs, Malen, Fotografieren, Videos schneiden, Komponieren. Er sei eigenen Aussagen zufolge „noch sehr verspielt“.
In Berlin hat er bis heute ein Riesenpublikum: Nach Spielen des Fußballclubs Hertha BSC singen die Fans seine Stadion-Hymne „Nur nach Hause geh‘n wir nicht“. Zum 70er wollte er am liebsten verschwinden. Sohn Marcus konnte ihn davon abhalten. (APA, dpa)



