21.03.2010
Promi News

Nina Hagen fordert Reform der Kirche

Die deutsche Skandalrockerin spricht sich für eine gemeinsame christliche Kirche aus.

Leipzig – Ausgerechnet dann, wenn die Kirche schwer in der Krise steckt, spricht sich die einstige deutsche Skandalrockerin Nina Hagen (55) für das Christentum aus. Im Vorjahr hatte sie sich evangelisch taufen lassen, jetzt plädiert sie für die Zusammenlegung der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche.

„Es wäre wunderbar, wenn wir Katholiken und evangelischen Gläubigen zu einer Christenheit zusammenwachsen würden. Wir haben ja nur einen Gott“, sagte die einstige „Punk-Queen“ auf der Leipziger Buchmesse.

Dort präsentierte sie ihre Autobiografie „Bekenntnisse“, in der es auch um ihren Glauben geht. „Meine Beziehung zum Christentum fing schon früh an, in der DDR. Ich bin schon damals sonntags heimlich mit einer Freundin in die Kirche bei uns um die Ecke gegangen“, sagte Hagen. Sie finde es unerträglich, dass sie stets gefragt werde, ob sie katholisch oder evangelisch getauft wurde. „Ich bin christlich getauft. Das muss reichen.“ Zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche sagte die Künstlerin: „Menschen haben Fehler, können krank werden oder pervers.“

Sie wünsche sich mehr Transparenz in der Kirche. „Es wäre wunderbar, wenn die katholische Kirche eine geballte Ladung Reform auf den Weg bringen würde.“ (APA)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom So, 21.03.2010
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