24.01.2012
News

ORFler wenden sich an Parteien

Wien – Nach der Debatte um parteipolitische Zugriffe und Personalwünsche an den ORF wenden sich die ORF-Journalisten nun ans Parlament. Am Montag schickten die Redakteurssprecher ein Schreiben an die Klubobleute der Parlamentsparteien, in dem sie eine Reform des ORF-Gesetzes fordern. Außerdem erstellten sie ein „Sündenregister“, in dem sie Verfehlungen einzelner Stiftungsräte auflisten, die nach Meinung der Redakteure den Vorgaben für Mitglieder des obersten ORF-Gremiums nicht entsprochen haben.

Den ORF-Journalisten sei es gelungen, Personalvorhaben, die mit der ORF-Unabhängigkeit unvereinbar gewesen wären, zu verhindern, schreiben die Redakteurssprecher. Was nun folgen müsse, seien geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen. Der Stiftungsrat müsse analog zu Aufsichtsräten anderer Großunternehmen zusammengesetzt werden und maximal zwölf bis 15 Mitglieder umfassen, so der Vorschlag der Redakteure. Auch bei der Besetzung des Stiftungsrates machen die Redakteure ähnliche Vorschläge, wie sie zuletzt auch die Grünen formuliert hatten. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Di, 24.01.2012
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