27.01.2012
Programm

Hofer-Persiflage im Patschenkino

Der No-Budget-Film der Schienentröster steht am 16. Februar auf dem ORF-Programm.

Von Alexandra Plank

Innsbruck – Der No-Budget-Film „1810 – Für eine Handvoll Kaspressknödel“ hat es auf den Bildschirm geschafft. Vier Tage vor dem Todestag des Tiroler Helden Andreas Hofer (20. Februar) ist die Parodie auf den Freiheitskampf am 16. Februar, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, in ORF eins zu sehen, und zwar ab 0.20 Uhr. „Wir sind stolz, dass sie den Film überhaupt zeigen“, sagt Harald Haller, eine Hälfte des Kabarettduos „Die Schienentröster“.

Gemeinsam mit Daniel Lenz hat er den Film mithilfe von Spenden, jeder konnte Produzent werden, auf die Beine gestellt. Hinsichtlich des Zuschauerinteresses ist Haller optimistisch: „Es werden sicher noch ein paar besoffene Studenten wach sein oder Senioren, die an der greisen Bettflucht leiden, und die sind ja schließlich unsere Zielgruppe“, scherzt Haller. Ein Scherz war das Budget, das die rührigen Kabarettisten zur Realisierung ihres ersten Filmprojektes zur Verfügung hatten. 20.000 Euro hat der Streifen gekostet, ein Überraschungserfolg, der 2011 8000 Besucher in die Kinos lockte und sich auf Platz 12 der erfolgreichsten österreichischen Filmstarts katapultierte. „Das ist nicht übel, wenn man bedenkt, dass pro Jahr in Österreich 50 bis 60 Filme produziert werden und die meisten rund eine Million Euro kosten“, freut sich Haller.

Erzählt wird die Geschichte von Alldie (Ähnlichkeiten mit einer Handelskette waren nicht erwünscht), einem deutschen Findelkind, das gegen Bayern und Franzosen kämpft, dessen Heldentaten von der Tiroler Bevölkerung aber nicht anerkannt werden. Den Bildern das Laufen beizubringen war eine echte Knochenarbeit, erzählt Haller. „Wir haben ein Jahr lang geschuftet und alles selber gemacht: Catering, Fahrer, Maske und Drehplan.“ Die Lust am Filmemachen ist den „Schienentröstern“ dabei aber nicht vergangen, im Gegenteil: Derzeit laufen Verhandlungen mit Novotny Filmproduktion und dem ORF bezüglich der Realisierung eines neuen Streifens. Diesmal soll es um den Unterschied der Kulturen Wien versus Tirol gehen.

Indes sind Haller und Lenz mit ihrem neuen Programm „Komm sing mit II“ unterwegs. Allerdings heißt es nun „Ich sing mit II“. Wie es dazu kam? „Die Namensinhaber des Liederbüchleins haben uns nachdrücklich gebeten, den Namen zu ändern“, erklärt Haller. Das Etikett habe sich zwar geändert, aber der Inhalt bleibe derselbe. Ende März ist das Programm drei Mal im Treibhaus zu sehen.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Fr, 27.01.2012
Vorteilszone
Partyfotos
Gewinnspiele
Parship
radio.at
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
"HEISZE TASTEN"
Panoramablick
AGB Kontakt Impressum