Künstler müssen fair entlohnt werden
Wien – Der Welttag des Buches, 23. April, steht heuer ganz im Zeichen des Urheberrechts. Eine vom österreichischen Verlegerverband im Spätsommer 2011 durchgeführte Umfrage bei den heimischen Verlagen hat ergeben, dass bereits jeder dritte österreichische Verlag Investitionen getätigt hat, um E-Books anbieten zu können, acht von zehn Verlagen planen schon heuer in diesen Bereich zu investieren. Zugleich häuft sich das illegale Downloaden der elektronischen Bücher. Diese Entwicklung hat nun in Österreich Autoren, Verleger und die Literar Mechana dazu veranlasst, Seite an Seite für zeitgemäße Urheberrechtsregelungen einzutreten.
„Um der angemessenen Abgeltung der Urheber und dem wirtschaftlichen Ausgleich für die Privatkopie weiter zu entsprechen, muss der Gesetzgeber mit einer dynamischen Regelung in den Bereichen Leerkassetten- und Reprographievergütung den neuesten technischen Entwicklungen durch Ausweitung der vergütungspflichtigen Geräte und Medien (PC, Computerfestplatten, MP3-Handys, CDBrenner usw.) Rechnung tragen“, erklärte Sandra Csillag, Geschäftsführerin der Literar Mechana bei einem Pressegespräch.
Verlegerpräsident Benedikt Föger unterstreicht, dass es dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels besonders wichtig ist, in den Forderungen rund um zeitgemäße Regelungen den Autor als zentrale Gestalt des Urheberrechts zu erhalten. „Wir Verlage rechnen laut unserer Umfragen vom letzten Sommer mit einem Durchbruch des digitalen Lesens bis spätestens 2015 und erheblichen Umsatzsteigerungen“, so Föger.
Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren, fordert die Absicherung der Autorenrechte bei digitalen Publikationen.
Unterstützung erhält er von Claudia Schmied. Die Kulturministerin sicherte zu, dass sie sich für eine Änderung des Urheberrechtes einsetzen werde, die „eine faire Entlohnung der Leistung von Künstlern gewährleistet“. (TT)



