Mitterer macht sich in Telfs zum Affen
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Telfs – Bei den Tiroler Volksschauspielen Telfs fällt zwar erst im Sommer der erste Vorhang, die Gestaltung des Spielplans wurde aber schon am Freitag verraten. Drei große Produktionen bestimmen die 31. Auflage der Spiele, die von 26. Juli bis 1. September dauern und den Besuchern einen Mundart-Shakespeare, eine verrückt-verrockte Stubenoper und das Bühnen-Comeback eines Dichters bieten, ohne den die Volksschauspiele nicht zu dem geworden wären, was sie sind.
Kurz und gut: Felix Mitterer, einer der Gründungsväter des sommerlichen Theaterreigens, wird in Telfs seit 1983 erstmals wieder als Schauspieler zu sehen sein. In Franz Kafkas Monolog „Ein Bericht für eine Akademie“ spielt er den menschgewordenen Affen Rotpeter, der vor einer vermeintlichen Geisteselite sein tierisches Vorleben schildern soll – aber lieber über seine Anpassung doziert. Für Mitterer erfülle sich damit ein „Lebenstraum“, wie Volksschauspiel-Geschäftsführerin Silvia Wechselberger der TT verrät.
Obmann Markus Völlenklee und Autorin Barbara Aschenwald, die im Vorjahr mit der Revue „Mannsbilder“ begeisterten, nehmen sich heuer einen Haufen „Weiber“ zur Brust. So verpflanzen sie die Shakespeare-Komödie „The Merry Wives of Windsor“ auf Tiroler Boden – allerdings nicht, ohne den Text zuvor in eine Dialekt-Fassung umzumodeln. „Di windign Weiba vo Winzor“ soll ein verbaler Angriff auf die Lachmuskeln werden. Komplettiert wird der Spielplan mit der Uraufführung von Georg Ringsgwandls Stubenoper „Der varreckte Hof“, in deren Zentrum eine Bäuerin steht, die dem Tod entgegendämmert. Ein etwas anderes Heimatstück.
Aufführungsorte, Regisseure und Besetzung werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben. (fach)



