25.01.2012
Imst

Mias- und Tatschenmander rüsten zum Blochziachn

Nach vier Jahren Pause ist es am Sonntag wieder so weit: St. Leonhard geht in die Fasnacht. Der Schwoaftuifl wartet schon ungeduldig.

Von Renate Schnegg

St. Leonhard – Das erste Blochziachn in St. Leonhard fand im Jahre 1954 statt. Damals wurde das Bloch – ein satter Baumstamm – noch mit einem Fuhrwerk vom Gasthof Liesele zum Gasthof Alte Post gezogen. Eine Wiederholung, mit Pferden als Zugmaschinen, ging zwei Jahre später über die Bühne. Der Weg führte damals von der Alten Post nach Eggenstall, wo das Bloch versteigert wurde. 27 Jahre vergingen bis zum nächsten Blochziachn. Alle drei Veranstaltungen wurden damals von der Musikkapelle organisiert. Es war schließlich im Jahre 2000, als ein eigener Fasnachtsverein aus der Taufe gehoben wurde, damit die Fasnacht regelmäßig durchgeführt werden kann. Das wurde sie 2001, 2004 und 2008.

Heuer ist es wieder so weit: Mehr als 100 Aktive sind am Sonntag, 29. Jänner, auf den Beinen. Die Hauptfiguren – Mias- und Tatschenmander – werden ab 12 Uhr eine rund 30 Meter lange Fichte vom Hotel Alpenhof zum Gasthof Liesele ziehen, wo die Vorführungen der Fasnachtsgruppen stattfinden. Der Schwoaftuifl steht ebenfalls parat: Er hängt am Bloch und will das Blochziachn verhindern.

Mit dabei Roller und Scheller, Hexen, Bären und Bärentreiber, Holzer, Zwerge und Bajazzl. Im Anschluss bewegt sich der Fasnachtszug zum Gemeindehaus, wo die Schlussveranstaltung inklusive Blochversteigerung stattfindet. Um 18 Uhr, beim Betläuten, ist Schluss mit dem närrischen Treiben – zumindest bis zum Jahr 2016.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 25.01.2012
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