08.02.2012
Innsbruck

Tiroler Trachtler rücken nach Süden

Der Tiroler Trachtenverband blickt auf ein arbeitsreiches Jahr 2011 zurück. Heuer wollen die Trachtler ihr Projekt „Tirol Trägt Tracht“ auf Südtirol ausdehnen und sich wieder verstärkt auf Kernaufgaben konzentrieren.
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Von Miriam Hotter

Innsbruck – Trachtig, fesch und traditionsbewusst zeigten sich Montagabend die Bezirks­obleute des Tiroler Trachtenverbandes beim verspäteten Neujahrsempfang im Verbandslokal in Innsbruck. „Ich freue mich, dass wir heute zusammenkommen und auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken können“, eröffnete Obmann Oswald Gredler die Versammlung. Nach dem Resümee des vergangenen Verbandsjahres gab Gredler eine Vorschau auf geplante Aktivitäten des Verbandes für das Jahr 2012.

Das vergangene Jahr war für die Trachtler besonders arbeitsreich. Neben den traditionellen Brauch- und Festkulturveranstaltungen, wie dem Trachtennähkurs im Oberland oder die Wallfahrt in Serfaus, wurde besonderes Augenmerk auf die Jugendarbeit gelegt. Beim Projekt „Brauch – Tanz“, das die Trachtler im Schuljahr 2011/12 an über 80 Volksschulen starteten, machten nicht nur die Vortänzerinnen eine gute Figur. „Die Kinder waren begeistert und lernten schnell“, erklärte der Obmann. „Sinn dieser Initiative ist es, die jungen Menschen für den Volkstanz, die Tracht und für unser Brauchtum zu begeistern“, fügte Gredler hinzu und bedankte sich für das große Engagement der Verbandsmitglieder, die im Zuge dieses Projektes über 4000 Kinder ehrenamtlich betreuten.

Stolz zeigte sich der Obmann auch über die soziale Arbeit des Verbandes. Mit dem Soforthilfefonds „Trachtler helfen Trachtlern“ in Sellrain und Heinfels konnten bedürftige Trachtlerfamilien finanziell unterstützen werden.

„Dass es im nächsten Jahr Veränderungen gibt, ist sicher“, deutet der Obmann auf die bevorstehenden Neuwahlen im April hin. LH Günther Platter versicherte in diesem Punkt, sein Amt als Präsident des Tiroler Trachtenverbandes weiterzuführen.

Das erfolgreiche Projekt „TTT – Tirol Trägt Tracht“ soll heuer breitere Kreise ziehen und auf Südtirol ausgedehnt werden. „Erste Gespräche hat es schon gegeben“, erklärte Gredler. In dem Projekt geht es vor allem um Lebensfreude, um den Tiroler Charme und um Brauchtum. „Ich freue mich auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn“, betonte LH Platter. Für ein einheitliches Auftreten bei (nassen) Veranstaltungen ist heuer auch gesorgt. „Zum Vorzugspreis erhalten alle Mitglieder Schirme mit dem TTT-Logo“, so Gredler und erinnert sich an die verregnete Notburga­prozession in Eben.

Der Tiroler Trachtenverband will sich heuer wieder mehr auf die Kernaufgaben konzentrieren. Die Aus- und Weiterbildung in den Kinder- und Jugendgruppen stellt einen der Schwerpunkte im Jahr 2012 dar.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 08.02.2012
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