Zwei Spieler mit Strukturen
Innsbruck – Rudolfine P. Rossmanns Kunst ist – obwohl vollkommen ungegenständlich – von der Natur inspiriert, die von Michael Kravagna nicht, obwohl seine Bilder durchaus an Landschaftliches erinnern. Trotz all dieser Widersprüche passen die Arbeiten der zwei gebürtigen Kärntner aber wunderbar zusammen, wie ihre gemeinsame Ausstellung in der Galerie Nothburga zeigt.
Rossmann hat eine Reihe sehr großer bzw. kleiner Arbeiten mitgebracht, die während eines Chinaaufenthalts entstanden sind. Inspiriert von der dortigen Tuschmalerei, indem sie den mit Farbe getränkten Pinsel über das poröse handgeschöpfte Papier streicht oder tupft. Als poetisches, frei assoziatives Spiel mit ganz Hellem und Dunklem, Verknäueltem, freien und gestalteten Flächen. Wesentlich plakativer kommen da die Arbeiten von Michael Kravagna daher, der in vielen Schichten die Farbe auf Leinwände aufträgt, bevor er sie mit Spachteln oder Sticheln strukturiert, was durchaus an Reales erinnern kann.



