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Bühne

Mitterer erneut als Affe Rotpeter bei den Volksschauspielen in Telfs

Passend zum 65. Geburtstags von Felix Mitterer wird auch heuer das Stück „Ein Bericht für die Akademie“ mit Mitterer als Affe Rotpeter aufgeführt. Zudem wird sein Erstling „Kein Platz für Idioten“ dem Publikum gezeigt.

Telfs – Nach knapp 30-jähriger Abstinenz von Felix Mitterer als Schauspieler bei den Volksschauspielen in Telfs kehrte der Tiroler im vergangenen Jahr dort auf die Bühne zurück. Auch 2013 präsentiert Mitterer als eingemenschter, angepasster Affe Rotpeter den Kafkatext „Ein Bericht für die Akademie“. Es ist das einzige Stück, das bereits zum zweiten Mal aufgeführt wird. Die Volksschauspiele finden heuer vom 25. Juli bis 31. August statt.

Im Zuge der Tiroler Volksschauspiele Telfs wird auch Mitterers „Kein Platz für Idioten“ aufgeführt. Vergangenen Sommer gab es eine berührende Aufführung von seinem Erstling mit Arthur Brauss und Moriz Katzmair in den Hauptrollen. Dieses zentrale Paar – der alte Knecht und der behinderte Junge, den Mitterer bei der Uraufführung 1975 selbst gespielt hatte – gefiel ihm so gut, dass er es auch dem Tiroler Publikum nicht vorenthalten will. Bisher in Telfs noch nie aufgeführt, verpflanzt Christian Zauner seine Inszenierung nach Tirol und adaptiert sie für den großen Rathaussaal.

Das Käthchen von Heilbronn

Markus Völlenklee und Karl-Heinz Steck werden versuchen, das Hallenschwimmbad Telfs mit dem Stück „Das Käthchen von Heilbronn“ (Heinrich von Kleist) zur Bühne dieser gewaltig zarten Liebe zu machen. Es ist ein Märchen und ein Manifest der romantischen Liebe, nämlich einer Himmelsmacht, die über aller Moral steht und sich in Traum und Vision offenbart, beschreiben die Organisatoren das Stück.

Für sein unkonventionelles und witziges Spiel mit den Themen Migration, Gewalt an Schulen und Integration wurde Nurkan Erpulats „Verrücktes Blut“ 2012 zum Stück des Jahres gewählt. Klaus Rohrmoser inszeniert heuer im Sommer die Tiroler Erstaufführung im Kranewitterstadl.

Einen musikalisch-szenischen Abend versprechen Barbara Aschenwald und Markus Völlenklee mit dem Stück „Iatz miass ma gwinnen, sinsch verlier ma!“. Seit Jahren schaut Aschenwald den Tirolern „aufs Maul“ und schreibt nieder, was sie hört. Gepaart mit (Lieblings- und  Schrecklings-) Liedern und in Zusammenarbeit mit verschiedensten Telfer Holden und Unholden soll ein amüsantes Tiroler Durcheinander am Wallnöferplatz entstehen. (tt.com)