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Kunstkammer en miniature: Swarovski wirbt in Wien für Museum

Vor dem Hintergrund einer historischen Kunstkammer sind zahlreiche kristalline Objekte des Unternehmens Swarovski zu bestaunen. Dazwischen nehmen Bildschirme die Betrachter mit auf einen virtuellen Rundgang durch die Kunstkammer Wien und die sagenhaften Reichtümer dieses „Wunderraums der Phantasie“.

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Wattens, Wien – Die Kunstpräsentationen in den Schaufenstern des Swarovski-Geschäfts in der Wiener Kärntner Straße haben mittlerweile Tradition. Am Montag wurde die neueste Installation „Art Tales“ enthüllt, mit der man auf einen etwas größeren Kunstpräsentator verweist - das Kunsthistorische Museum und seine Kunstkammer. Deren Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit am 1. März bietet den Anlass, das Prinzip der barocken Wunderkammer für den kleinen Rahmen eines Schaufensters zu adaptieren.

Während die Kunstkammer im KHM rund 2700 Quadratmeter umfasst, sind es in der Kärntner Straße nur wenige Quadratmeter, auf denen sich chinesische Drachen, ein Falke, ein Pferd oder Goldfische tummeln - selbstredend alle aus Kristall. Im Zentrum prangt der kristallglitzernde Schriftzug „Meisterwerk“. Auf Monitoren nahe der Scheibe wird auf die Kunstkammer und ihre Preziosen hingewiesen, während an den Wänden eine Tapete ein barockes Kabinett suggeriert.

„Wir haben uns bemüht, die Bühne zu einem Kammerspiel zu machen“, umriss Swarovski-Kuratorin Gerda Buxbaum bei der Präsentation ihr Konzept. Für das KHM wiederum bietet die Kooperation die Gelegenheit, „die Zeit zur Eröffnung ein wenig zu verkürzen und Vorfreude machen zu können“, so Generaldirektorin Sabine Haag am Montag. Weitere Kooperationen zwischen KHM und Swarovski sind durchaus denkbar. (APA)

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