05.02.2012, 04:33  Aktualisiert: 05.02.2012, 07:21 
International

Sarkozy verurteilt Veto zu Syrien-Resolution

Der französische Präsident Sarkozy hat das Veto Russlands und Chinas gegen eine UNO-Resolution zum Konflikt in Syrien scharf verurteilt. „Die syrische Tragödie muss aufhören“, sagte Sarkozy am Samstag laut einer Erklärung des Präsidentenbüros. Das Veto ermutige die syrische Führung, die Protestbewegung weiterhin niederschlagen zu lassen.

Der französische Außenminister Juppe erklärte, China und Russland trügen eine „schreckliche Verantwortung“. Sarkozy und Juppe kündigten an, Frankreich werde sich gemeinsam mit den europäischen und arabischen Partnern weiterhin darum bemühen, den Plan der Arabischen Liga hinsichtlich eines Endes der Krise in Syrien umzusetzen. Frankreich werde „die Bemühungen verdoppeln und neue Initiativen ergreifen, um die Syrer in ihrem gerechten Kampf für Freiheit und Demokratie zu unterstützen“, sagte Juppe.

Der deutsche Außenminister Westerwelle sagte der Zeitung „Bild am Sonntag“, das Veto sei ein „großer Fehler“ gewesen. Trotz des Vetos halte er die Zeit der Regierung von Syriens Staatschef Assad für abgelaufen. „Eins ist klar: Das Assad-Regime hat keine Zukunft mehr“, sagte Westerwelle dem Blatt. Auch der deutsche Außenminister sagte, jetzt gelte es, sich mit den Partnern abzusprechen und sich weiter mit allem Nachdruck für die syrische Bevölkerung einzusetzen.

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom So, 05.02.2012  04:33
aktualisiert: So, 05.02.2012  07:21
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