Stichwahl um Präsidentenamt in Finnland begonnen
In Finnland hat am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. 4,4 Millionen Wähler müssen sich zwischen dem Konservativen Sauli Niinistö und dem Grünen Pekka Haavisto entscheiden. Die scheidende sozialdemokratische Präsidentin Tarja Halonen konnte nach zwei Amtsperioden nicht wieder kandidieren.
Als klarer Favorit gilt der 63-jährige Niinistö, der laut Umfragen auf 62 bis 64 Prozent der Stimmen kommt, sein zehn Jahre jüngerer Gegenkandidat Haavisto kann demnach nur mit 36 bis 38 Prozent rechnen. Bis zum ersten Wahlgang vor vierzehn Tagen gehörte die Eurokrise zu den beherrschenden Themen des Wahlkampfes. Nachdem sich mit Niinistö und Haavisto zwei Eurobefürworter für die Stichwahl qualifizierten, war das Thema vom Tisch. Stattdessen versprachen beide Kandidaten, sich für Maßnahmen gegen Mobbing und Ausgrenzung zu engagieren.
Der Wahlkampf vor der Stichwahl war weniger kontrovers als vor der ersten Runde. Niinistö und Haavisto waren in den TV-Debatten häufig derselben Meinung. Lediglich bezüglich des Wirtschaftswachstums vertreten die Kandidaten konträre Positionen. Haavisto hält ein Nullwachstum für möglich, Niinistö ist der Meinung, dass Wachstum erstrebenswert ist.
Die Wahllokale sind in ganz Finnland von 9.00 bis 20.00 Uhr (MEZ + 1 Stunde) geöffnet. Rund ein Drittel der Wahlberechtigten hat von der Möglichkeit der vorgezogenen Stimmabgabe Gebrauch gemacht. Diese Stimmen sollen bis 20.00 Uhr ausgezählt sein. Mit einem vorläufigen Endergebnis wird bis zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale gerechnet.
aktualisiert: So, 05.02.2012 08:37



