06.02.2012
Österreich

Bewegung an der Bundesheer-Spitze

Durch Pensionierungen gibt es demnächst viele Abgänge. Auch der Vertrag von General Entacher läuft aus.

Wien – Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) wird vor der nächsten Nationalratswahl – sofern diese regulär im Herbst 2013 stattfindet – die Gelegenheit bekommen, viele Positionen neu zu besetzen. In der militärischen Führungsriege stehen zahlreiche Pensionierungen an – allen voran jene von Generalstabschef Edmund Entacher.

Entacher wurde im Zuge der Neubesetzung der Zentralstelle mit 1. Februar 2008 durch Darabos bestellt. Zwischenzeitlich wurde der General vom Minister abgesetzt, weil er sich gegen die Abschaffung der Wehrpflicht ausgesprochen hatte. Der Ressortchef musste aber gegen seinen Willen den roten Offizier wieder einsetzen. Entacher hatte nämlich gegen seine Abberufung Beschwerde eingelegt und Recht bekommen.

Entachers fünfjähriger Vertrag läuft Ende Jänner 2013 aus. Er wird diesen September 63 Jahre alt und kann somit in Pension gehen. Es gibt Gerüchte, dass das schon vor 2013 passieren könnte; nämlich wenn die Macht des Generalstabschefs im Zuge der geplanten neuen Reform der Zentralstelle beschnitten wird. Ob früher oder später – der Posten des höchsten Militärs wird auf jeden Fall noch vor der Nationalratswahl neu besetzt.

Othmar Commenda, der gemeinsam mit Entacher als sein Stellvertreter bestellt wurde, wird immer wieder als Nachfolgekandidat genannt. Erfahrung hat der 57-Jährige ja schon – er hatte Entacher während dessen Absetzung vertreten.

Auch Streitkräftekommandant Günter Höfler, der im Jänner 59 Jahre alt geworden ist, soll einen Jobwechsel nach Brüssel planen. Ende Jänner 2013 laufen auch die Verträge mehrerer Sektionsleiter aus. Auch sie könnten sich in die Pension verabschieden. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 06.02.2012
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