05.02.2012, 17:44 
International

USA und Bulgarien bekräftigen Partnerschaft

Das einstige Ostblockland ist seit 2004 NATO-Mitglied. Es gehört zu den engsten Partnern der USA in Südosteuropa.
USA und Bulgarien betonen erneut, wie wichtig ihre strategische Partnerschaft ist.
Foto: Kurhan - Fotolia

Sofia – Die USA und Bulgarien haben ihre strategische Partnerschaft bekräftigt. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach sich am Sonntag bei ihren Treffen mit der Führung in Sofia für eine weitere Zusammenarbeit in der NATO und Afghanistan sowie im Energiebereich aus. Die US-Spitzendiplomatin besuchte Bulgarien nur zwei Wochen nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Rossen Plewneliew. Sie kam nach Sofia im Anschluss an die Sicherheitskonferenz in München.

Das einstige Ostblockland ist seit 2004 NATO-Mitglied. Es gehört zu den engsten Partnern der USA in Südosteuropa. Die USA unterhalten hier seit 2006 Militärstützpunkte, die sie gemeinsam mit den bulgarischen Streitkräften nutzen. Doch 22 Jahre nach der politischen Wende hängt das EU-Land im Energiebereich noch immer sehr stark von Russland ab.

Clinton bekräftigte in Sofia den Willen der USA, Bulgariens Bemühungen um mehr Unabhängigkeit von Russland bei dem Bezug von Energie zu unterstützen. „Wir sind Partner auf Bulgariens Weg zu Energie-Unabhängigkeit“, sagte sie. Nach einem Gespräch mit Regierungschef Boiko Borissow betonte sie, dass die USA Bulgarien helfen würden, Energie zu erschwinglichen Preisen zu sichern.

Die US-Außenministerin wolle den für Energiefragen zuständigen US-Beauftragten, Richard Morningstar, kommende Woche nach Sofia schicken. Bei dessen Gesprächen soll es um eine Vereinbarung von Umweltschutz und Energiezielen in Bulgarien gehen. Hintergrund ist ein Moratorium, das aus Umweltgründen auf die Erforschung von Schiefergas-Vorkommen in dem Balkanland verhängt worden war. Davon ist das US-Unternehmen Chevron betroffen.

Clinton lobte Bulgariens NATO-Einsatz. Sie sprach sich für eine noch engere militärische Zusammenarbeit aus und stellte mehrere gemeinsame Militärübungen in Aussicht. Die US-Außenministerin sicherte ihren Gastgebern zu, dass sich die USA weiterhin um visafreie Reisen für Bulgaren in die USA bemühen würden. In der US-Botschaft in Sofia sprach Clinton auch mit Vertretern der Roma-Minderheit. Die USA würden sich der als „Jahrzehnt der Roma-Integration“ bekannten Initiative als Beobachter anschließen, sagte sie. (APA/dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom So, 05.02.2012  17:44
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