06.02.2012, 04:46  Aktualisiert: 06.02.2012, 08:04 
International

China verteidigte Veto gegen Syrien-Resolution

Die chinesische Regierung hat ihr Veto gegen die Syrien-Resolution verteidigt. Das Veto bedeute nicht, dass die Volksrepublik dem Treiben in dem Land freien Lauf lasse, wie das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Chinas, „Renmin Ribao“ (Volkszeitung), am Montag in einem Kommentar schrieb. China - und nicht seine Kritiker aus dem Westen - handle „verantwortungsvoll“.

Die Resolution und damit die Unterstützung einer Seite und die Unterdrückung der anderen Seite würde weitere Katastrophen hervorrufen, so die Zeitung. Die Kampagnen in Libyen, Afghanistan und dem Irak zeigten die Schäden, die ein erzwungener Machtwechsel hervorrufe.

Der Kommentar ist die bisher deutlichste Äußerung Chinas zum Veto gegen die Syrien-Resolution des UNO-Sicherheitsrates. Neben China hatte auch Russland gegen die Entschließung gestimmt, mit der Staatschef Assad zum Rücktritt aufgefordert werden sollte. Alle anderen 13 Ratsmitglieder hatten für den Entwurf votiert.

Unterdessen zerstörten Deserteure der syrischen Armee nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten einen Kontrollposten des Militärs im Nordosten des Landes. Drei Offiziere seien dabei getötet und 19 Soldaten gefangen genommen worden, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mit. Der Übergriff ereignete sich demnach in dem Dorf Al-Bara in der Region Idlib. Unter den beteiligten Deserteuren habe es keine Todesopfer gegeben. Der Stützpunkt sei komplett zerstört worden.

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 06.02.2012  04:46
aktualisiert: Mo, 06.02.2012  08:04
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