„Merkozy“ wollen Sonderkonto für griechische Staatseinnahmen
Paris - Deutschland und Frankreich haben in der Schuldenkrise Griechenlands ein Sonderkonto für alle griechische Staatseinnahmen gefordert. Über dieses Konto könnten die griechischen Schulden künftig abgebaut werden, sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Montag in Paris nach einem Treffen im Rahmen eines bilateralen Ministerrates mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.
In deutlichen Worten forderten Merkel und Sarkozy die griechische Regierung und alle Parteien in Athen auf, die zugesagten Reformen bedingungslos umzusetzen. Merkel betonte, es werde kein neues Geld für Griechenland geben, so lange die Forderungen der internationalen „Troika“-Kontrolleure nicht erfüllt seien: „Die Zeit drängt.“ Es stehe für die gesamte Euro-Gruppe viel auf dem Spiel. Es bringe jetzt nichts mehr, die Verhandlungen ständig zu verlängern. Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sei aber kein Thema, betonten Merkel und Sarkozy.
Sarkozy bezeichnete die Beziehungen zu Deutschland von herausragender Wichtigkeit für Europa. Das „bedingungslose“ deutsch-französische Bündnis sei so gestaltet, dass Europa und der Euro nicht in den Abgrund gestürzt sei. Frankreich messe der Zusammenarbeit mit Deutschland vor allem mit Blick auf die vielen Krisen in der Welt große Bedeutung bei. „Wir vertrauen uns und wir sprechen als Freunde und Verbündete miteinander“, betonte Sarkozy. (APA/dpa)
aktualisiert: Mo, 06.02.2012 13:36



