01.03.2012, 10:56  Aktualisiert: 01.03.2012, 11:04 
International

Nordkoreas „Atomstopp“ schürt Hoffnung und Skepsis

Nordkorea hat sich gegenüber den USA zu einem Atommoratorium bereit erklärt. Die Nachbarländer des kommunistischen Staates begrüßen die Zugeständnisse, aber so richtig freuen will sich niemand.
Kim Jong-Un hat die Führung in Pjöngjang nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-Il übernommen. Noch immer wird über seine Absichten gerätselt, das Atommoratorium wird aber eher als taktischer Schachzug gewertet.
Foto: AP

Pjöngjang/Washington - Nordkoreas Einlenken im Atomstreit kommt überraschend. Kaum jemand hatte damit gerechnet, dass sich der neue Machthaber in Pjöngjang Kim Jong-Un dazu bereit erklären wird, seine Atom- und Raketentests vorerst zu stoppen und IAEA-Inspektoren ins Land zu lassen.

Zwar begrüßen die USA und die Nachbarländer Nordkoreas die Zugeständnisse des Regimes, aber die Skepsis bleibt groß. Zu oft wurden in den vergangenen Jahren bereits derartige Katz-und-Maus-Spiele veranstaltet. „Der nordkoreanische Tanz geht weiter“, kommentierte etwa der britische Nordkorea-Analyst Aidan Foster-Carter in einem Web-Beitrag für die BBC.

Hardliner wittern eine Falle

US-Regierungssprecher Jay Carney forderte, dass dem positiven ersten Schritt nun Taten folgen müssten. Eine Falle wittern US-Hardliner: „Pjöngjang wird sein heimliches Nuklearwaffenprogramm wahrscheinlich direkt vor unserer Nase fortsetzen“, erklärte die Republikanerin Ileana Ros-Lehtinen, die Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat.

Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA hat sich nämlich wieder einmal eine Hintertür offengelassen: Man werde die Absprachen einhalten „so lange die Gespräche fruchtbar voranschreiten“, hieß es in einer Erklärung.

Hoffnung bei Nachbarn

Südkorea äußerte dennoch die Hoffnung, dass die Vereinbarungen zwischen den USA und Nordkorea über erste Schritte zum Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms „gewissenhaft umgesetzt werden“. Nordkoreas Zugeständnisse seien beachtenswert, hieß es. Diese Schritte seien von Nordkorea gefordert worden, um eine günstige Atmosphäre für die Wiederaufnahme der Mehrparteiengespräche über sein Atomprogramm zu schaffen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief alle beteiligten Parteien auf, den Konflikt friedlich zu lösen. China ermutige die USA und Nordkorea, ihre Beziehungen zu verbessern und ihre Beiträge zur Wahrung von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel zu leisten. Teilnehmer an den seit drei Jahren ausgesetzten Verhandlungen sind auch Südkorea, Japan und Russland.

Japan: Zu früh für Sechsergespräche

Die Zugeständnisse Nordkoreas seien ein „wichtiger Schritt“ zur Lösung der Probleme auf der koreanischen Halbinsel, sagte der japanische Außenminister Koichiro Gemba in Tokio. Für eine Fortsetzung der Sechser-Gespräche ist es nach Ansicht Tokios jedoch noch zu früh.

Eine erste Voraussetzung für Verhandlungen wäre jedenfalls, dass Nordkorea den Inspektoren der IAEA tatsächlich Zutritt in seine Atomanlagen verschafft.

Die USA hatten am Vortag mitgeteilt, dass Nordkorea im Gegenzug für 240.000 Tonnen neuer Lebensmittelhilfen seine Urananreicherung sowie Atomtests und Tests von Langstreckenraketen aussetzen wolle. (TT.com, dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Do, 01.03.2012  10:56
aktualisiert: Do, 01.03.2012  11:04
Fahrplaninfo
sperrstunde
Parship
Jobs
Unterkunftssuche

    7. SYMPHONIEKONZERT

    Wann: 23.05.2013
    Wo: Congress Innsbruck, Saal Tirol

    36. Innsbrucker Wochenendgespräche

    Wann: 25.05.2013
    Wo: Tiroler Landestheater -

    Die Geschichte von Babar dem kleinen Ele...

    Wann: 26.05.2013
    Wo: Tiroler Landestheater -

    Trailer - Mutter und Sohn

    Barbu (Bogdan Dumitrache) rast 50 Stundenkilome...

    Trailer: Eine Dame in Paris

    Anne verlässt Estland nach Paris, um sich dort...

    Trailer: Pieta

    Der südkoreanische Filmemacher Ki-duk Kim füh...
    Panoramabilder
    Panoramabilder
    Panoramablick
    Events · Kino · TV · Motor · Multimedia · Musik · Stars · Leben ·
    AGB Kontakt Impressum