„Coup de Foudre“: Hollande ereilt auf dem Weg zu Merkel der Blitz
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Kein Glück mit dem Wetter: Frankreichs neuer Präsident Hollande.
Foto: REUTERS
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Paris – Der französische Ausdruck „coup de foudre“ kann zwei Bedeutungen haben: zum einen heißt das Blitzschlag, zum anderen Liebe auf den ersten Blick. Beim ersten Deutschland-Besuch von Frankreichs neuem Präsidenten François Hollande war es eindeutig eine Erscheinung der ersten Art. Weil auf dem Weg nach Berlin ein Blitz in seine Präsidentenmaschine - eine Falcon 7x - fuhr, musste der neue Mann im Elysée-Palast am Dienstagabend kehrt machen und in eine Ersatzmaschine umsteigen. Deshalb kam Hollande erst mit knapp anderthalb Stunden Verspätung im Kanzleramt an.
Die Turbulenzen waren dann auch gleich Thema bei der Begrüßung. „My plane had a problem“ („Mein Flugzeug hatte ein Problem“), entschuldigte sich Hollande bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Somit war dann auch schon die Frage geklärt, in welcher Sprache sich Kanzlerin und neuer Präsident miteinander unterhalten. Von Liebe auf den ersten Blick war nichts zu merken: Merkel und Hollande begrüßten sich nicht mit Küsschen, sondern mit Handschlag.
Tropfnasser Präsident
Der Wettergott meinte schon am Vormittag nicht gut mit Hollande: Ausgerechnet beim Abspielen der Nationalhymne nach der Zeremonie im Elysee-Palast setzte der erste Platzregen ein. Es goss auch in Strömen, als der Präsident im offenen Auto über den Champs-Élysées kutschiert wurde. Bis auf die Haut durchnässt legte er dann noch einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten nieder. (dpa, tt.com)
aktualisiert: Di, 15.05.2012 21:29



