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USA

Anschlag überschattete Vereidigung von John Kerry als Außenminister

John Kerry legte am Freitag seinen Amtseid ab. Als Erstes will er sich mit dem Schutz der diplomatischen Einrichtungen der USA befassen.

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Washington – Überschattet von dem Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara ist der neue US-Außenminister John Kerry vereidigt worden. Weniger als zwei Stunden, nachdem seine Vorgängerin Hillary Clinton sich nach vier Jahren als Außenministerin von ihren Mitarbeitern verabschiedet hatte, legte Kerry am Freitag in einer Zeremonie im kleinsten Kreis in Washington seinen Amtseid ab.

Als Erstes werde er sich bei seinem Amtsantritt am Montag in der Früh mit dem Schutz der diplomatischen Einrichtungen der USA befassen, sagte Kerry dem „Boston Globe“: „Es gibt gewisse Dinge, zu denen ich Anweisungen erteilen will, sobald ich mein Amt antrete.“ Er wolle sich nicht im Detail äußern, doch die Sicherheit der US-Botschaften sowie „Unruheherde“ wie der Iran und Syrien stünden auf der Tagesordnung.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitag am Personaleingang der US-Botschaft in der türkischen Hauptstadt Ankara einen einheimischen Wachmann mit in den Tod gerissen, drei weitere Menschen wurden verletzt. Der türkischen Regierung zufolge gab es Hinweise darauf, dass der Attentäter einer linksgerichteten Terrororganisation angehörte.

Kerrys Vorgängerin Clinton sagte, der Anschlag sei ein Beweis dafür, dass „wir in sehr komplexen und sogar gefährlichen Zeiten leben“. Schon im September war eine diplomatische Einrichtung der USA Ziel einer Attacke gewesen. (APA/AFP)

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