Burma rief Komitee zur Freilassung politischer Gefangener ins Leben
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Die Schaffung des Komitees erfolgte nach einer Ankündigung während eines Besuches von US-Präsident Barack Obama - hier mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi.
Foto: Reuters
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Rangun - Die Führung in Burma hat ein Komitee zur Freilassung politischer Gefangener ins Leben gerufen. Die Fälle der noch inhaftierten Betroffenen sollten mit dem Ziel geprüft werden, diese schließlich freizulassen, berichtete die staatliche Zeitung „New Light of Myanmar“ am Donnerstag. Dazu müsse genau definiert werden, wer als politischer Gefangener einzustufen sei. Die Mitglieder des Komitees müssen noch bestimmt werden, dieses soll aber aus Vertretern von Regierung, Zivilgesellschaft und Opposition bestehen.
Die Schaffung des Komitees erfolgte nach einer entsprechenden Ankündigung im November während eines Besuches von US-Präsident Barack Obama in dem ehemals abgeschotteten südostasiatischen Land. Burma hatte die Existenz politischer Gefangener lange abgestritten, seit dem Ende der Militärjunta und dem Antritt der neuen Regierung 2011 jedoch bereits Hunderte von ihnen freigelassen.
Präsidentensprecher Ye Htut erklärte am Donnerstag, die Freilassung politischer Gefangener sei entscheidend für den Prozess der nationalen Aussöhnung. Menschenrechtsgruppen zufolge sollen während der Militärdiktatur rund 2.000 politische Gegner inhaftiert worden sein.
Im Zuge der Öffnung des Landes wurden einem Regierungsbericht zufolge zudem bereits knapp 17.000 Beamte mit Strafmaßnahmen belegt. 380 von ihnen seien inhaftiert worden, heißt es in dem Bericht, der am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Hintergrund der Strafmaßnahmen waren demnach vor allem Korruptionsvorwürfe. (APA/AFP)



