Alle kämpfen gegen Prölls Absolute
St. Pölten – Die im niederösterreichischen Landtag vertretenen Parteien von SPÖ, FPÖ und den Grünen eint ein gemeinsames Ziel. Sie wollen die absolute Mandatsmehrheit der ÖVP unter ihren Langzeitlandeshauptmann Erwin Pröll brechen. Und dieses Ziel könnte sich knapp ausgehen, dann nämlich, wenn am Abend des 3. März das neu formierte Team Stronach die in Umfragen vorgesagten zehn Prozent auch tatsächlich erreichen sollte. Der Milliardär und Parteigründer Frank Stronach kandidiert in Niederösterreich selbst als Spitzenkandidat. Er sucht mit markigen und angriffigen Sprüchen die direkte Auseinandersetzung mit Erwin Pröll (Diktatur-Vergleich).
Pröll weiß, dass die vor fünf Jahren erreichten 54,4 Prozent nur sehr schwer zu halten sein werden, doch er hat für sich die Verteidigung der Absoluten als sein erklärtes Wahlziel ausgegeben. In der bisherigen Wahlauseinandersetzung konzentriert sich daher die ÖVP vor allem auf das Team Stronach.
Die SPÖ und die Grünen versuchen hingegen, die Spekulationsgeschäfte der niederösterreichischen Landesregierung mit den Wohnbaugeldern zu thematisieren.
Die SPÖ unter ihrem Spitzenkandidaten Sepp Leitner will nach dem Debakel vor fünf Jahren wieder ein Plus anschreiben. Er wolle 27 Prozent (nach 25,5 Prozent vor fünf Jahren) erreichen.
Auch die Grünen geben sich von ihrem Anspruch her genügsam. 2008 wollten es die Grünen noch in die Proporzregierung schaffen, nun heißt es von Madeleine Petrovic: „Wir wollen stärker werden.“
„Stärker werden und die Absolute der ÖVP brechen“ ist auch das Wahlziel der FPÖ unter ihrer Frontfrau Barbara Rosenkranz.
In Niederösterreich werden bei der Landtagswahl neun Listen antreten. (misp)







