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Weltpolitik

Syrischer Minister will Oppositionsführer treffen

Syriens Minister für nationale Aussöhnung will Oppositionsführer Khatib „in jeder ausländischen Stadt“ treffen, „in die ich reisen kann“.

Der syrische Minister für die nationale Aussöhnung, Ali Haidar, ist zu einem Treffen mit Oppositionsführer Moas al-Khatib auch außerhalb Syriens bereit. Das sagte er am Montag der britischen Zeitung „The Guardian“. „Ich bin bereit, Herrn Khatib in jeder ausländischen Stadt zu treffen, in die ich reisen kann, um über Vorbereitungen für einen nationalen Dialog zu diskutieren“, sagte Haidar.

Al-Khatib, Vorsitzender der Nationalen Syrischen Koalition, hatte dem Regime von Präsident Assad im Jänner einen Dialog angeboten. Bis dato hatte die syrische Regierung es aber abgelehnt, außerhalb Syriens Gespräche zu führen.

„Der Dialog ist ein Mittel, einen Mechanismus bereitzustellen, um zu freien Parlaments- und Präsidentschaftswahlen zu kommen. Das ist ein Punkt, der am Verhandlungstisch besprochen werden wird. So etwas könnte das Ergebnis von Verhandlungen sein, aber keine Vorbedingung“, sagte Haidar. „Einen Dialog, nur für die Übergabe der Macht von einer Seite zur anderen, lehnen wir ab.“

Die Opposition will in den Verhandlungen den Rückzug Assads von der Macht erreichen. Für sein Angebot, direkt mit Vertretern des Regimes zu reden, um das seit 2011 andauernde Blutvergießen zu beenden, hatte Al-Khatib im Jänner viel Kritik aus den eigenen Reihen kassiert.