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Weltpolitik

Obama fordert Teheran zum Einlenken im Atomstreit auf

In einer Video-Botschaft zwei Tage vor Beginn seiner Nahost-Reise fordert Obama den Iran zum Einlenken auf.

Washington/Teheran – Zwei Tage vor Beginn seiner Nahost-Reise hat US-Präsident Barack Obama die iranische Führung zum Einlenken im Atomstreit mit dem Westen aufgefordert. Die Zeit sei reif zu „sofortigen und bedeutsamen Schritten“ Teherans, um die Spannungen abzubauen und eine dauerhafte Lösung des Disputs zu finden, erklärte Obama am Montag in einer mit persischen Untertiteln versehenen Videobotschaft anlässlich des iranischen Neujahrsfestes.

Obama erinnerte daran, dass er bereits in seinem ersten Amtsjahr 2009 aus Anlass des Neujahrsfestes gesagt habe, der Iran könne „den Platz in der Gemeinschaft der Nationen wiedergewinnen, der ihm gebührt“. Bereits damals habe er der iranischen Führung „neue Beziehungen zwischen beiden Ländern“ angeboten, sollte sie ihren internationalen Verpflichtungen nachkommen. Er habe sich jedoch nie „Illusionen“ darüber gemacht, dass es schwer sein werde, „Jahrzehnte des Misstrauens zu überwinden“, sagte der US-Präsident weiter. Seit der Islamischen Revolution 1979 unterhalten beide Staaten keine diplomatischen Beziehungen mehr.

Das iranische Atomprogramm bedrohe „den Frieden und die Sicherheit in der Region und darüber hinaus“, sagte Obama, der am Mittwoch einen Besuch in Israel und den Palästinensergebieten beginnt. Washington ziehe es weiter vor, „diese Frage auf friedliche und diplomatische Weise zu lösen.“ Er fühle mit der iranischen Bevölkerung, die wegen der internationalen Sanktionen „einen hohen Preis“ dafür zahlen müsse, dass ihre Führung die Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft verweigere, sagte der US-Präsident weiter. (APA/AFP)