Dienstrecht für Lehrer wird verhandelt
Reform des Lehrerdienstrechts
Aufgabenprofil. Lehrerarbeit soll neu definiert und um Einsatzbereiche wie Elternarbeit, Schulentwicklung oder Team-Teaching erweitert werden.
Arbeitszeit. Lehrer sollen künftig mehr Zeit mit den Schülern verbringen, im Raum steht die Forderung von Finanzministerin Fekter, dass neue Lehrer sechs Stunden länger arbeiten, aber nur vier davon bezahlt bekommen. Es soll ein Jahresarbeitszeitmodell gelten.
Bezahlung. Die Einstiegsgehälter sollen deutlich angehoben werden, um den Beruf attraktiver zu machen, dafür soll die Gehaltskurve abgeflacht werden.
Arbeitsplatz. Lehrer sollen künftig mehr Zeit an den Schulen verbringen. Dafür erhalten sie Arbeitsräume.
Ein-, Um- und Ausstieg. Quereinsteigern soll der Lehrerberuf schmackhafter gemacht werden. Außerdem soll es mehr Möglichkeiten zum Umstieg in andere Schultypen und in die Privatwirtschaft geben.
Wien – Tempo in die seit Monaten dahindümpelnden Gespräche über ein neues Lehrerdienstrecht soll am Donnerstag eine erste Verhandlungsrunde zwischen Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP), Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und der Lehrergewerkschaft bringen.
Vor folgendem Hintergrund starten die Verhandlungen: Bis 2025 geht rund die Hälfte der 125.000 Lehrer in Pension, schon jetzt gibt es zu wenige Lehrer. Gleichzeitig steigt der Personalbedarf durch Regierungsprojekte wie Neue Mittelschule (NMS) und Ausbau der Nachmittagsbetreuung.
Der Bund wendet fast zehn Prozent seiner Gesamtausgaben für Lehrer auf. Seit 2007 haben sich die Aufwendungen für Bundeslehrer um 14,4 Prozent erhöht, für Landeslehrer um 10,8 Prozent.
Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) spricht sich im heutigen Kurier dafür aus, dass Lehrer künftig nur noch „fünf Wochen reinen Urlaub“ haben sollten, wie „alle anderen auch“. (APA)
aktualisiert: Mi, 01.05.2013 03:04



